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Bürgerversicherung nicht vom Tisch

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Krankenversicherung

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Deutsche wollen Einheitskrankenversicherung

Eine bemerkenswerte Umfrage von Magazin Reader's Digest unter 1.005 Menschen hat ergeben, dass eine Gesetzliche Krankenversicherung für alle , also auch für Selbständige und Beamte, gewünscht ist. 58 Prozent sind dafür. Ebenfalls bemerkenswert ist, das mehr Ostdeutsche Bürger für die Einheitskrankenversicherung sind als West-Deutsche Bürger.

Rund 9 Millionen sind Privat Kranken-Versichert

Auch Kinder und Ehegatten sind hier mit eigenständige Beiträge dabei. Demnach sind also von rund 82 Millionen Bundesbürger 73 Millionen Menschen in den Gesetzlichen Krankenkassen.. Darin enthalten sind Kinder und Partner, Ehepartner, welche in der Familienversicherung beitragsfrei mitversichert. Das sind 2012 ca. 17,65 Millionen Menschen oder 25,3 Prozent der Bevölkerung. Gleiches gilt auch für die Pflegeversicherung.

Neiddebatte oder wirklicher Reformbedarf?

Betrachtet man die reine kaufmännische Rechnung mit den Versicherten und beitragsfrei Mitversicherten, zu gleichem Versorgungsstand, so müsste jeder drauf kommen das das eine Milchmädchenrechnung von Beitrag und Leistung sein muss. Anders in der PKV, in der jeder Versicherte seinen eigenen Beitrag für die gewählte Leistung zahlt.

Andersherum wollen aber die gesetzlich Versicherten in der GKV für Kinder, Partner und Ehepartner, lieber die beitragsfreie Familienversicherung (SGB V), als dafür eigenständige Beiträge zu zahlen. Hier fängt für mich die Neiddebatte an.

Zusatzbeiträge der GKV zu Lasten der Versicherten

Nun hat die neue Gesundheitsreform die Krankenkassenbeiträge für 2015 gesenkt. Der Arbeitgeberbeitrag ist gedeckelt. Die Zusatzbeiträge zahlen Lohnabhängige und freiwillig Versicherte, nämlich die GKV-Versicherten. Das sogenannte paritätische Beitragsverfahren (Hälfte Arbeitgeber, Hälfte Arbeitnehmer) ist also schon aufgeweicht. Auch in der Pflegeversicherung. - Oder einfach die Aufweichung der beitragfreien Familienversicherung durch Zusatzbeiträge?

Spielen jetzt die ca. 9 Millionen PKV-Versicherten wirklich die große Rolle von Beitrag und Leistung in der Gesetzlichen Krankenversicherung? Ich denke nein. Sondern:

Begehrlichkeiten auf Altersrückstellungen der PKV

Aber halt, es sind Gelder der PKV-Versicherten welche mit den PKV-Beiträgen zu diesen Rückstellungen führen.
Seit 1.1.2000 wird bei Neu-Versicherten ein 10prozentiger Zuschlag auf die Prämie erhoben, der den Altersrückstellungen zugeführt wird. Zinserträge daraus werden ebenfalls zu den Altersrückstellungen angespart.

Das die GKV hier lange Finger bekommt ist (fast) verständlich. Immerhin geht es um runde 145,4 Milliarden. Euro  in der Krankenversicherung und  24 Milliarden Euro in der Pflegeversicherung. - Nur, wie will man, und auf welcher Gesetzesgrundlage, die PKV-Versicherten enteignen?

PKV / GKV, Alles hat zwei Seiten

Einerseits sind die Bedürftigen im Solidarsysteme zu schützen, andererseits zahlt auch der Herr  / Frau Beamte oder Selbständige, Manager, etc. in der Gesetzlichen Krankenversicherung keinen Cent für Kinder und Partner / Ehegatte, wenn Dieser / Diese in der Familienversicherung mitversichert sind. Was also soll diese Einheitskrankenversicherung bringen?

Schon heute beweist die GKV das es kein Einnahmeproblem gibt sondern ein Ausgabenproblem

Ist da die Einheitskasse so wünschenswert?