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GKV: höhere Zuzahlungen für Medikamente

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Krankenversicherung

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Arzneimittel werden für GKV-Versicherte teurer

Sprach Bundesgesundheitsminister nicht von Nachhaltigkeit und Bezahlbarkeit des Gesundheitswesens? Kaum ist die „Gesundheitsreform“in Sack und Tüten, die angekündigten Zusatzbeiträge für GKV-Versicherte angekündigt, kommt der nächste Hammer; Zuzahlungen für Arzneimittel steigen pro verordnetem Medikament um 5 bis 10 Euro.

Die Pharmaindustrie lässt dankend grüßen

Ab heute, 01.Juli 2014, fallen die Erstgattungshöchstbeiträge der Krankenkassen für Tausende von Medikamenten. Die Preise der Medikamenten selber, also der Preis den die Pharmaindustrie sehen will fällt aber nicht. Damit sinkt die Zahle der Medikamente welche nicht mehr zuzahlungsbefreit sind. Der Apothekerverband spricht von ca. einem Drittel. In Zahlen wären das ca. 1.800 Medikamente welche der GKV-Versicherte Patient nun selber berappen muss.

Nicht zu verwechseln mit der gesetzlichen Zugzahlungspflicht für Arzneimittel. Im Klartext:

Aufzahlungen oder Mehrkosten für Medikamente, welche über dem Festbetrag liegen, müssen von Gesetzlich Krankenkassen-Versicherten aus dem eigenen Geldbeutel bezahlt werden.

Keine "Bereicherung" der Apotheker

Die Apotheker haben von diesem seltsamen „Preisgestaltungsspiel“ nichts. Genau das Gegenteil ist der Fall. Für bereits lagernde Medikamente entstehen so große Lagerverluste. Wurden von den Apothekern Arzneimittel teurer eingekauft als die Krankenkassen nun tatsächlich erstatten, trägt die Differenz der Apotheker. Eine Liste mit allen zuschlagsfreien Arzneimitteln finden Sie hier.

Warum zahlen wir noch Krankenkassenbeiträge?

Zuzahlungen so weit das Auge reicht für GKV-Versicherte. Zuzahlungen für die Krankenkassenbeiträge, Zuzahlungen für Arzneimittel steigen, Zuzahlungen für die ersten 21 Tage im Krankenhaus, Zuzahlungen für Reha und Kuren, IgeL-Leistungen, immer weiter sinkende Leistungen in der GKV und so weiter; das ganze nennt sich dann alternativlos Nachhaltigkeit. Bundesgesundheitsminister Herrmann Gröhe und die Zuzahlungen - alternativlos?

Kein Gesundheitsminister / Gesundheitsministerin legt sich mit der Pharmaindustrie an. Warum? Es könnte ja sein, das man keinen Regierungs- oder Parteiposten mehr hat und auf „Arbeitssuche“ geht. Da will man sich doch nicht wirklich die Chancen mit der Pharmaindustrie versauen. Gilt wohl auch für andere Wirtschaftszweige. Siehe Ronald Pofalla und die Deutsche Bahn, Daimler und Eckart v. Klaeden, Ex-Entwicklungsminister Dirk Niebel, Lobbyist beim Rüstungskonzern Rheinmetall, Ex Gesundheitsminister und Vizekanzler Philipp Rösler beim Wirtschaftgipfel zur Freihandelszone (TTIP), etc. um nur 4 Beispiele zu nennen.

Versicherungs-Makler, Mehrfachagent, Ausschließlichkeitsvertreter

Wer sich beraten lässt, denn alleine wird es definitiv nicht gehen, hat die rechtliche Stellung des Beraters (Makler, Mehrfachagent, Ausschließlichkeitsorganisation) zu prüfen. Nur der Versicherungs-Makler steht im Lager des Kunden - haftet selbst für seine Tätigkeit.