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GKV, Einnahmen, Ausgaben und ein offener Brief

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Krankenversicherung

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Korruption oder aktiver bzw. passiver Missbrauch im Gesundheitswesen?

Wir wissen das unser Gesundheitswesen eines der teuersten der Welt ist. Teuer ist aber in diesem Gesundheitswesen nicht gleich mit GUT und Effizienz gleich zusetzen. Denn in der „Qualität“ ist unser Gesundheitswesen nur Mittelmaß.

Ein offener Brief an die Verantwortlichen

Die Finanzierung in den gesetzlichen Krankenkassen ist durch den Gesetzgeber, also dem Ministerium für Gesundheit geregelt. In einem offenen Brief wird dargelegt welche Missstände offen zu Tage treten und dringend behoben werden müssen.

Das es hier um einen harten Kampf vom Milliarden-Euro-Töpfe geht ist wohl jedem bekannt.

Finanzierungen der GKV

  • a.) Beiträge zur Gesetzliche Krankenkasse.

  • Da sind zum einem die Beiträge der abhängig beschäftigten Arbeitnehmer, der freiwillig Versicherten und natürlich der Rentner.
  • b.) Bundeszuschüsse zur Gesetzliche Krankenkasse.

  • Hier werden aus Steuermittel von (2014) 10,5 Milliarden bis (2017) 14,5 Milliarden Euro, zugeschossen. Diese Bundeszuschüsse werden für sogenannte „versicherungsfremde Leistungen“ benötigt. Da wären zum Beispiel; die beitragsfreie Mitversicherung der Ehepartner, Partner, Kinder bis zum 25. Lebensjahr, Mutterschaft und Schwangerschaft, etc.
  • c.) Zusatzbeiträge zur Gesetzliche Krankenkasse.

  • Einkommensabhängige Zusatzbeiträge werden von den Krankenkassen selber festgelegt. Die Höhe  dieser Zusatzbeiträge hat aber direkte Auswirkungen auf den Sozialausgleich. Der GKV-Beitrag für die Arbeitgeber wurde im Zuge dieser „Gesundheitsreform“ gedeckelt. Die Kassenbeiträge sinken auf 14,6 Prozent. (derzeit: 15,5%) Die 2% Marke, als Obergrenze für die Zusatzbeiträge für Geringverdiener, fällt. Zudem kann die Aufsichtsbehörde Zusatzbeiträge verordnen, falls die (klammen) Krankenkassen Diese scheuen, um keine Mitglieder zu verlieren. Und nicht zuletzt die Zuzahlungen für Medikamente, Reha, Kur, etc..
  • d.) Gesundheitsfonds zur Gesetzliche Krankenkasse (GKV).

  • 2009 wurde unter der damaligen Gesundheitsministerin Ulla Schmid der Gesundheitsfonds eingeführt. Dieser, bis heute heiß umstrittene Gesundheitsfonds, sammelt alle Gelder ein. Also die Kassenbeiträge und den Bundeszuschuss. Aus diesem Gesundheitsfonds wird die Pauschale für jeden GKV-Versicherten gezahlt. Differenziert wird bei der Pauschale nach; Krankheitsrisiken, Geschlecht und Alter der Versicherten. Eine gesetzliche Krankenkasse welche viele junge und gesunde Versicherte hat erhält demnach weniger aus dem Gesundheitsfonds als eine Krankenkasse mit mehr alten und kranken Versicherten.
  • e.) Sozialausgleich zur Gesetzliche Krankenkasse.

  • Reichen die Zusatzbeiträge, von maximal 2 % der GKV-Versicherten, nichts aus, so würde der Sozialausgleich Eingreifen. Das ganze nennt sich „Gesetz zur Weiterentwicklung der Finanzstruktur und der Qualität in der gesetzlichen Krankenversicherung“ (GKV-FQWG)“ und tritt im Januar 2015 in Kraft.

Die Hoffnung dieses Gesetzes ist es, dass der Sozialausgleich durch die einkommensabhängig Zusatzbeiträge aufgehoben werden kann. Das wiederum bleibt abzuwarten und ist, oder bleibt, mit Sicherheit eine spannende Hoffnung.