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Desaströse Gesundheitspolitik gefährdet Patientenwohl

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Krankenversicherung

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Presseinformation Bürger Initiative Gesundheit e.V. Nr. 20 / 2014 - Berlin / Augsburg, 09.09.2014 / freigegeben für DAS Netzwerk Dübbert & Partner

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Abbau der wohnortnahen Patientenversorgung

Der von Politik und Krankenkassen gewollte und auch praktizierte Abbau der wohnortnahen Patientenversorgung zeigt erste und fatale Wirkungen: So mussten bereits zum zweiten Mal schwangere Patientinnen aus Fehmarn auf dem Standstreifen einer Autobahn im Rettungswagen ihr Kind entbinden, weil die Geburtsabteilung in der nahen Oldenburger Klinik geschlossen wurde und der Weg in andere, geeignete Kliniken zu weit war.

Desaströse Gesundheitspolitik gefährdet Patientenwohl

Der von Politik und Krankenkassen gewollte und auch praktizierte Abbau der wohnortnahen Patientenversorgung zeigt erste und fatale Wirkungen: So mussten bereits zum zweiten Mal schwangere Patientinnen aus Fehmarn auf dem Standstreifen einer Autobahn im Rettungswagen ihr Kind entbinden, weil die Geburtsabteilung in der nahen Oldenburger Klinik geschlossen wurde und der Weg in andere, geeignete Kliniken zu weit war. Dies ist einem aktuellen Bericht der Kieler Nachrichten vom 31.08.2014 zu entnehmen.

Genau solche Szenarien hat die Bürger Initiative Gesundheit e.V. befürchtet

und daher in der Vergangenheit mehrfach derartige Fehl-Entwicklungen aufgezeigt und angeprangert - zuletzt in der Presseinformation Nr. 03/2014 vom 27.01.2014 .

Geändert hat sich leider nichts, die Gesundheit unserer Bürger wird weiterhin auf dem Altar der Ökonomie und falsch verstandenen Wirtschaftlichkeit geopfert, selbst in einem so sensiblen Bereich wie der Betreuung von Schwangeren und Neugeborenen. Es ist letztlich nur dem Engagement und der Professionalität aller Helfer in den vorgenannten Fällen zu verdanken, dass keine Opfer oder bleibende Schäden zu beklagen waren!

In einem Staat, der in den nächsten fünfzig Jahren enorme demografische Probleme zu erwarten hat, wird die dringend notwendige Steigerung der Geburtenrate dergestalt "gefördert", dass landauf - landab Geburtshilfliche Abteilungen geschlossen werden - welch ein Widersinn!

Billig, billig ist der Slogan der Krankenkassen

im ambulanten Sektor mit Budgets, im stationären Sektor mit der Knute der Fallpauschalen (DRG). Und die Politik lässt sie gewähren, nickt die Schließung von Entbindungsabteilungen gnadenlos ab, weil sie nicht "rentabel" sind.

Genau dies sind aber die Entwicklungen, die junge Menschen, vor allem aber junge Familien zwingen, sich in oder um die Großstädte anzusiedeln: Die gesundheitspolitische Sparwut facht als "Kollateralschaden" die Landflucht an.

Die Bürger Initiative Gesundheit e.V. fordert die politisch Verantwortlichen auf,

umgehend diesem Wahnsinn ein Ende zu bereiten. Es zählt zu den Basics einer Daseinsführsorge durch den üppig mit Steuermitteln finanzierten Staat, eine wohnortnahe Patientenversorgung, ambulant wie stationär, sicher zu stellen.

Hierzu gehört auch eine kritische und intensive Aufsicht der gesetzlichen Krankenkassen, die permanent von allen Berufsgruppen im Gesundheitswesen Qualität einfordern, selbst aber nicht bereit sind, eine solche Qualität im Sinne einer wohnortnahen Versorgung auch zu finanzieren!

Dr. med. Helmut Müller
Vorstand der Bürger Initiative Gesundheit e.V.
Pressestelle:
Bürger Initiative Gesundheit e.V.