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PKV, das Wechsel-Recht nach § 204 VVG

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Krankenversicherung

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PKV-Versicherungen in Misskredit.

Beitragsanpassungen und Tarifwechsel scheinen gegensätzlicher nicht sein zu können. So wie sich Transparenz und Kundenorientierung nicht miteinander vertragen? Damit soll nun (fast) einheitlich 2016 Schluss sein.

Leitlinien zum Tarifwechsel in der privaten Krankenversicherung

„Leitlinien der Privaten Krankenversicherung für einen transparenten und kundenorientierten Tarifwechsel“ nennt sich diese Offensive. Das es diesen Leitleinen bedarf ist doch eher erstaunlich. Regelt doch der § 204 VVG, für mich eindeutig, die Möglichkeit des Wechselns innerhalb der eigenen PKV in einen andern Tarif.

Versicherer haben kein bis wenig Interesse am Wechsel

Das für den Verbraucher und Kunden diese Tarifwechselwilligkeit zu einem Hürdenlauf seitens der Versicherungen aufgebläht wurde ist aus o. g. VVG unverständlich. Aus „kaufmännischer“ Sicht der Versicherungen aber klar. Jeder niedrigere Beitrag bedeutet ja weniger Einnahmen für die Versicherer. Wogegen jede Erhöhung der Selbstbeteiligung (was oft verkauft wurde bei den Beitragsanpassungen) den Versicherer ebenfalls mehr Geld und weniger Abrechnungsarbeit bringt.

Unzufriedene Kunden und Kündigungen

Leider war und ist für viele Kunden ein Wechsel zu einem andern PKV-Versicherer nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen möglich. Gesundheitsfragen, mögliche Risikozuschläge, etc. Von bedarfsgerechter Beratung und Wechselvorschlägen im Bezug auf Tarifinhalte, Leistungswegfall oder begrenzte Leistungen, war meistens nicht viel zu hören oder zu lesen. Wütende und verärgerte Kunden sind die Realität in der PKV bezüglich dieser (Wechsel) Problematik.

Fachmakler der biometrischen Risiken

Es gehört schon eine Portion Fachwissen und Berufserfahrung dazu um den Kunden in den Existenz-Sichernden Versicherungen richtig zu beraten. So mal nebenbei ist der Super-Gau fast vorprogrammiert. Besonders dann, wenn der PKV-Vertrag unterschrieben und die Provision geflossen ist. Da es nach Unterschrift weiter geht, haben die meisten Verkäufer dann schlichtweg „vergessen“.

Kundenbetreuung und Kundenhilfe?

Hier wurde und wird der Kunde oft alleine gelassen. Das damit der Ärger und die Wut des Versicherten vorprogrammiert war und ist nicht von der Hand zu weisen. Nun soll also ab 2016 alles besser werden. Hoffentlich wird hier nicht nur mit Worthülsen Reklame gemacht. Der Kunde kann dem aber auch vor bauen und sich gleich den Experten-Makler für biometrische Risiken suchen. (Sachwalterurteil).