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Kostenerstattungsprinzip, Sachleistungsprinzip oder PKV

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Krankenversicherung

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GKV:  ausreichend, zweckmäßig, wirtschaftlich.

90% der Bürger sind gesetzlich kranken versichert. Auch innerhalb der GKV (gesetzliche Krankenversicherung) gibt es Unterschiede So unterscheidet die GKV zwischen Pflicht-Versicherten, Freiwillig-Versicherten, Sachleistungsprinzip und Kostenerstgattungsprinzip.

Leistungen aus der gesetzlichen Krankenkasse müssen:

„Die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein; sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten. Leistungen, die nicht notwendig oder unwirtschaftlich sind, können Versicherte nicht beanspruchen, dürfen die Leistungserbringer nicht bewirken und die Krankenkassen nicht bewilligen.“ Original aus: §12, 5. Sozialgesetzbuch.

Sachleistungsprinzip:

Der behandelnde Arzt rechnet über die vorgelegt Krankenkassenkarte seine erbrachten Leistungen mit der jeweiligen Krankenkasse ab und der Patient bekommt die Abrechnung nicht zu Gesicht. Über den Missbrauch derartiger Abrechnungsmethoden, von Ärzten und Apothekern, schreiben die Medien fast jeden Tag. Wobei die Mehrzahl der Ärzte und Apotheker wohl sauber abrechnet. Trotzdem entstehen, auch bei geringen „Abrechnungsunregelmäßigkeiten“, für die Versichertengemeinschaft erheblich finanzielle Schäden.

Kostenerstgattungsprinzip:

Dazu gehören, zu den Beiträgen der gesetzlichen Krankenkassen, die sogenannten Ergänzungsversicherungen welche der GKV-Versicherte zusätzlich abschließen muss um in den Genuss des Kostenerstattungsprinzips zu kommen. Damit wird der GKV-Versicherte (fast) zum Privatpatienten. Er erhält die Rechnung des behandelten Arztes, reicht diese bei seiner GKV und bei der Ergänzungsversicherung ein. Je nach Tarifwahl und Eigenbeteiligung (Selbstbeteiligung) erhält der Kunde das Geld auf sein Konto und überweist es dann an den Rechnungsstellenden Arzt weiter.

Rechnungseinsicht:

Beim Kostenerstattungsprinzip kann der Versicherte also die Leistungen des behandelnde Arztes prüfen und gegebenenfalls Widerspruch einlegen. Transparenter ist diese Abrechnungsmethode also allemal. Allerdings ist noch anzumerken das der Arzt zu einem höheren Satz (GOÄ, GOZ) als beim reinen Kostenerstgattungsprinzip abrechnen kann. Und der Versicherte muss sich die Ergänzungsversicherung auch finanziell leisten können.

Über der JAEG

Wer als abhängig Beschäftigter über de Jahresentgeltgrenze (JAEG) verdient, der hat die Wahl oder die Qual die Wahl: freiwillig in der GKV im Kostenerstattungsprinzip, im Sachleistungsprinzip oder in die Private Krankenversicherung zu wechseln.