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Pflegekosten, Selbstbeteiligung, tatsächliche Kosten

Geschrieben von Frank Dietrich am . Veröffentlicht in Finanzen

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Wenn die Rente für die Pflegeunterbringung nicht reicht.

Die eigene gesetzliche Rente plus die gesetzliche Pflegeversicherung reichen für viel Pflegebedürftigen nicht aus. Eine private Pflegezusatzversicherung könnte Abhilfe schaffen, hat aber wenig Akzeptanz beim Bürger.

Eine Kostenaufstellung für ein Senioren-Pflege-Einrichtung mittlerer Kategorie

Im Schnitt bleiben von den übernommenen Kosten durch die gesetzliche Pflegeversicherung zu den tatsächlich zu erbringenden Kosten eine Lücke zwischen 950 Euro und 1.200 Euro pro Monat.

Beispiel: Pflegestufe 1

Tatsächliche monatliche Kosten der Heimunterbringung sind 1.960 Euro. Davon übernimmt die gesetzliche  Pflegeversicherung 1.024 Euro. Differenz: 936 Euro Eigenanteil.

Beispiel: Pflegestufe 2

Tatsächliche Kosten monatlich 2.294 Euro. Davon übernimmt die gesetzliche Pflegeversicherung 1.280 Euro. Bleibt eine Differenz von: 1.014 Euro.

Beispiel: Pflegestufe 3

Tatsächliche Kosten pro Monat: 2.820 Euro. Davon übernimmt die gesetzliche Pflegeversicherung 1.550 Euro. Differenz: 1.270 Euro.

Beispiel: Härtefallregelung (Pflegestufe 3)

3.080 Euro monatlich. Davon trägt die gesetzliche Pflegeversicherung 1.920 Euro. Differenz: 1.160 Euro.

Je höher die Pflegestufe (noch 1 bis 3 und Härtestufen), je höher die eigene Zuzahlung. (Stand 2014)

Nun ist eine Pflegebedürftigkeit eine Frage des Alters

Allerdings gibt es auch keine „einkommensabhängige“ Bezahlung aus den gesetzlichen Pflegekassen. Die einzelnen Pflegestufen oder demnächst die Pflegegrade, werden „pauschal“ bezahlt. Je nach Auswahl der Unterbringung können die o. g. Selbstbeteiligungen oder Zuzahlungen wesentlich höher liegen. Billiger geht kaum, wir haben jedenfalls bei unserer Recherche nichts gefunden.  

Bahr-Pflege oder private Pflegezusatzversicherung

Bahr-Pflege: Einerseits werden für den Durchschnittsverdiener die Renten immer niedriger, auf der anderen Seite die Pflegekosten immer höher. Letzter Ausweg Sozialamt? Darauf, also auf die Kostenübernahme durch das Sozialamt, verlassen solle man sich mal nicht. Denn: Vorsicht, davor steht das Elternunterhaltsgesetz.

Pflege-Tarife im Dschungel der Angebote!