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Kompetenz des MDK oder blanke Willkür

Geschrieben von Frank Dietrich am . Veröffentlicht in Krankenversicherung

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Entscheidungen nach Aktenlage

Wie uns eine Leserin mitteilte empfindet sie die Entscheidungen Ihrer Ersatzkasse und die Vorgehensweise des MDK (medizinischer Dienst der Krankenkassen) als reine Provokation und Zermürbungstaktik. Was war passiert...

Nach Reha als nicht geheilt entlassen

Die Dame hatte vor ca. 7 Jahren Brustkrebs. Nach Chemotherapie und Bestrahlungen war zwar der Krebs besiegt, nicht aber die Nebenwirkungen. Immer wieder musste sie in ärztliche Behandlung und zur Reha. So auch, letztmalig, im September 2014. Nach 4 Wochen wurde sie aus der Reha als nicht geheilt und mit allen Entlassungsunterlagen an die behandelnden Ärzte zurück überwiesen.

Weiterbehandlung zur Schmerztherapie in Schmerzklinik

Der handelnde Arzt empfiehlt eine Schmerztherapie in einer Schmerzklinik. Termin am 23.03.2015. Die Krankmeldung erfolgte fortlaufend seit Entlassung aus der Reha.

Der MDK und eine Entscheidung per Aktenlage

Die Krankenkasse beauftragte zur Prüfung den MDK. Dieser wiederum schrieb die Patientin kurzerhand zum 13.02.2015 gesund. Die Krankenkasse stellt damit die Krankengeldzahlung ein.

Auf Nachfrage war zu erfahren; „die Schmerztherapie könne auch ambulant erfolgen und die Patientin könne so weiter arbeiten“. Da die Patientin ihre vorherige Stellung wegen „Dauerkrankheit“ verloren hat, sieht das Arbeitsamt, auf Grund der weiteren Krankschreibung, keine Vermittlungsmöglichkeit.

Auszahlungsscheine für das Krankengeld wurden zurückgeschickt

Mehreremale wurden die Auszahlungsscheine an die Patientin zurück geschickt mit dem Vermerk; „diese seinen vom Arzt nicht korrekt ausgefüllt“. Hier wundert sich nicht nur der behandelnde Arzt, welcher seit Jahrzehnten praktiziert,  sondern auch die Patientin. Das hier Entscheidungen und Kompetenzen der Mediziner, Seitens des MDK und der Krankenkasse, angezweifelt und in Frage gestellt werden, muss nicht betont werden.

Willkür und Kostensenkung

Die Patient wendete sich daraufhin an den „VDK“. Hier wurde ihr mitgeteilt; „das sei Tagesgeschäft“ und die übliche Vorgehensweise von Krankenkassen und MDK“. Widerspruch ist 4 Wochen möglich.

Fazit: MDK, Handlanger der Kostendämpfung

Ohne fachliche Kompetenz eines Anwalts oder eben des VDK, wird die Patientin weder gegen Ihre Krankenkasse noch gegen den MDK ankommen. Aber nicht nur die Krankenkassen bedienen sich des MDK, sondern auch die Pflegekassen - (Pflegestufen).

So kommt es immer wieder zu Entscheidungen seitens des MDK  welche berechtigt Zweifel aufkommen lassen nach welchen Kriterien hier entschieden wurde.

"Im Zweifel zum Kosten sparen für die Krankenkassen und Pflegekassen - gegen das Wohl und die Gesundheitsförderung des Patienten". Der MDK als Handlanger der Kranken- und Pflegekassen?