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Krankenkassenzusatzbeiträge steigen 2016

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Newsflash

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Höhere Kosten für Gesetzlich Kranken-Versicherte

Der Arbeitnehmeranteil zu seiner gesetzlichen Krankenkasse wird 2016 erheblich steigen. Arbeitnehmer und Arbeitgeber teilen sich lediglich den Krankenkassenbeitrag von 14,6 Prozent. Die Zusatzbeiträge werden alleine vom GKV-Versicherten finanziert.

Begründung der steigenden Zusatzbeiträge

Steigende Kosten in der Gesundheitsversorgung, die immer älter werdende Gesellschaft und die „Gesundheitsreform", welche die Gesetzlichen Krankenkassen bis 2019 mit ca. 3,4 Milliarden Euro belasten. Der Zusatzbeitrag soll, so die Chefin des Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen, GKV, Doris Pfeiffer, um 1,1 bis 1,2 Prozent steigen, für 2016. 2017 könnte dieser Beitrag erneut steigen. Maximal auf 1,8 Prozent.

Einnahmen und Ausgaben des Gesundheitsfonds sind in der Unterdeckung

Wie der Expertenschätzerkreis, er besteht aus den Experten des Bundesministerium für Gesundheit, Experten aus dem Bundesversicherungsamt und den Experten der GKV-Spitzenverbänden, prognostiziert werden 2015 ca. 11,1 Milliarden Euro fehlen. Einnahmen: 198,4 Milliarden Euro – Ausgaben 209,5 Milliarden Euro. Wie viel die Verwaltung des Gesundheitsfonds tatsächlich kostet und aus Versichertengeldern bezahlt wird, das bleibt uns die Statistik schuldig.

Gesundheitsfonds was ist das

Grob gesagt; der Gesundheits-Fonds sammelt alle GKV-Versichertengelder ein und verteilt sie dann an die Gesetzlich Krankenkassen. Reicht denen das zugewiesene Geld samt ihrer Rücklagen nicht aus, können Zusatzbeiträge vom Versicherten erhoben werden. Eingeführt wurde der Gesundheitsfonds unter der SPD Regierung, Gesundheitsministerin Ulla Schmid.

Eingefrorener Arbeitgeberanteil

Volker Hansen, welcher für die Arbeitgeber im im GKV-Spitzenverband sitzt, ließ verlauten das der „eingefrorene Arbeitgeberanteil“, von derzeit 7,3 Prozent, aber nicht auf Dauer eingefroren bleiben muss. Was im Klartext hieße das der Arbeitgeberanteil zur Gesetzlichen Krankenkasse auch erhöht werden könnte und damit die GKV-Versicherten entlastet werden würden.

Wieder der Ruf nach der Bürgerversicherung

Dann wiederum müsste die „Rechnung“ doch so aussehen; mehr Beitragszahler mehr Leistungsempfänger. Oder man müsste die sogenannte Beitragsbemessungsgrenze gänzlich aufgeben und aus dem tatsächlichen Brutto die GKV-Beiträge erheben.

Selbst unter Berücksichtigung der gesamten Beitragsrückstellungen der Privaten Krankenversicherungen, welche sich der Gesundheitsfonds einverleiben würde, wäre es nur eine Frage der Zeit bis die GKV wieder in die Unterdeckung fallen würde. Verlässliche Berechnungen dazu gibt es allerdings nicht.