Dübbert & Partner DAS NETZWERK, Versicherungsprüfung, Anlageprüfung, leistungsorientierte und beitragsoptimierte Tarife, das Auswerten des "Kleingedruckten" durch Fachmakler (biometrische Risiken), Fachanwälte (Bank- und Kapitalmarktrecht), gerichtlich zugelassene Rentenberater.

>Zum Datenschutz finden Sie die Ausführungen hier unter diesem Link<

Beiträge

Drucken

Zurück in die GKV, so nicht

Geschrieben von Frank Dietrich am . Veröffentlicht in Krankenversicherung

Bewertung:  / 14
SchwachSuper 

 

Gekündigte PKV gilt nicht als automatische Rückkehr in die GKV

Immer wieder kommt es, auch nach Jahren, zu Unstimmigkeiten in den Antragsformularen zu einem Abschluss der private Krankenversicherung. Aber selbst wenn die Kündigung der PKV rechtens ist, so erfolgt daraus keine automatische Rückkehr in die gesetzliche Krankenkasse.

Jung, gesund, billig, PKV - alt, krank, teuer, GKV?

Genau das wollte der Gesetzgeber mit der Rückkehr in die gesetzliche Krankenkassen (GKV) vermeiden. Nun ist es kein Geheimnis das die Beiträge in den privaten Krankenversicherungen für jüngere Versicherte günstiger sind als im Vergleich zu den Beiträgen der gesetzlichen Krankenkassen. Viel junge und gut verdienende überlegen diesen Schritt zur PKV.

Bessere Leistungen, weniger Monatsbeitrag

Sicherlich sind die Leistungen in der PKV, vorausgesetzt sie haben den richtigen Tarif gewählt, besser als in der GKV. Es hat aber schon seine Tücken wenn der Versicherungsantrag nicht wahrheitsgemäß ausgefüllt wurde. „Das hat der Versicherungsvertreter / Versicherungsmakler selber so ausgefüllt“ zieht nicht. Denn mit ihrer Unterschrift bestätigen sie die Richtigkeit der gemachten Angaben. Im Zweifelsfall wäre ein Risikozuschlag oder gar eine Ablehnung der PKV allemal besser als ein gekündigter PKV-Vertrag.

Sie müssen in der PKV bleiben und sei es im Basistarif

Kündigt nun eine private Krankenversicherung den Versicherungsvertrag, hier wegen arglistiger Täuschung, so muss eine andere PKV den Gekündigten im Basistarif wieder versichern. Der PKV-Versicherte meine das mit der Kündigung seiner PKV gar kein Vertrag zu Stande gekommen sei und er somit wieder in die gesetzliche Krankenkasse zurückkehren kann. Der Versicherte klagte vor dem Sozialgericht.

Das Sozialgericht sah das ganz anders

Deutscher Anwaltsverein, Entscheidung des Sozialgerichts Düsseldorf (Az: S 8 KR 1061/12).
Mit Einführung der Krankenversicherungspflicht 2007 (GKV - §5 Absatz 1 Nr. 13 SGB V) und 2009 (PKV §193 III VVG) ist geregelt das alle, mit Wohnsitz in Deutschland, in einer (in Deutschland zugelassenen) Krankenkasse (GKV) oder Krankenversicherung (PKV) versichert sein müssen. Eventuell in einem Basistarif der PKV, wenn eine Kranken-Absicherung in der GKV nicht möglich ist.

Fallgrube Gesundheitsfragen in den Anträgen

Immer wieder haben wir in unseren Artikeln darauf hingewiesen das „flunkern“ früher oder später auffliegt. Viele meinen es besser zu wissen und gehen den „einfachen Weg“ ohne fachliche Beratung. Alle Absicherungen der biometrischen Risiken sind mit Gesundheitsfragen behaftet. Zum Beispiel: Raucher / Nichtraucher, Vorerkrankungen, laufende Behandlungen, Zahnstatus, und so weiter.

Und nochmal, wer den Versicherungsantrag unterschreibt ist auch für die wahrheitsgemäßen Angaben verantwortlich.

Versicherungs-Maklerhaftung

Nach dem Sachwalterurteil haftet der Makler. Jeder Versicherungsmakler wird ein Beratungsprotokoll anfertigen (ich meine nicht diese Vorgedruckten und mit Kreuzchen zu versehende „Beratungsbögen“) und diese archivieren. Schon die Maklerhaftung, also im Eigeninteresse des Maklers, sollten diese Beratungsprotokolle angelegt werden. Zudem ist es Pflicht.

Aber, nicht immer ist alles auf den Versicherungsmakler zu schieben. Auch der Versicherungsmakler kann nur das „zu Papier bringen“ was der Versicherungsnehmer im erzählt. Also ist mit der Unterschrift des Versicherungsnehmer / Antragstellers die Richtigkeit seiner Angaben bestätigt.

Fachberatung durch Fachmakler und immer schön ehrlich bleiben.