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Rückkehr in die GKV für Versicherte der PKV*

Geschrieben von Dr. Fiala am . Veröffentlicht in Krankenversicherung

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München im Oktober 2015. PM Dr. Johannes Fiala / Dipl.-Math. Peter A. Schramm. Freigegeben zur Veröffentlichung für DAS Netzwerk Dübbert & Partner

Kranken-Versicherungspflicht für Alle

In Deutschland wurde die „Versicherungspflicht für Alle“ gesetzlich vor bald 10 Jahren eingeführt. Wer seine Krankenversicherung (KV) wechseln möchte hat es schwer, denn ohne neuen Versicherungsschutz wird die Kündigung bei der bisherigen KV nicht wirksam. Dies betrifft vor allem Personen die 55 Jahre alt sind oder älter, denen faktisch vielfach die Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) versperrt erscheint. Wendet man sich an eine GKV, so hätte diese zu beraten – amtspflichtwidrig findet man selten kompetente Gesprächspartner und müsste später auf Schadensersatz klagen (OLG München, Urteil vom 01.06.2006, Az. 1 U 2388/02).

Rückkehr in die GKV für Versicherte der Privaten Krankenversicherung (PKV) noch mit Alter 85 *

- Wie insbesondere die EG-Verordnung Nr.1408/71 vom 14.06.1971 die Rückkehr erleichtert -

In Deutschland wurde die „Versicherungspflicht für Alle“ gesetzlich vor bald 10 Jahren eingeführt. Wer seine Krankenversicherung (KV) wechseln möchte hat es schwer, denn ohne neuen Versicherungsschutz wird die Kündigung bei der bisherigen KV nicht wirksam.

Dies betrifft vor allem Personen die 55 Jahre alt sind oder älter, denen faktisch vielfach die Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) versperrt erscheint. Wendet man sich an eine GKV, so hätte diese zu beraten – amtspflichtwidrig findet man selten kompetente Gesprächspartner und müsste später auf Schadensersatz klagen (OLG München, Urteil vom 01.06.2006, Az. 1 U 2388/02).

Europa-Recht hilft Versicherten, die sich eine PKV nicht mehr leisten können

Nicht selten übersteigt inzwischen der PKV-Beitrag der Höhe nach das Renteneinkommen im Alter. Die Steigerung der PKV-Beiträge um rund 7,5% p.a. im Alter als Erfahrungswert ist durch die Kalkulationsverordnung (KalV) formelmäßig gesetzlich bedingt – man nennt dies daher auch das versicherungsmathematische Altenproblem der PKV. Wer im Alter oder früher in die GKV zurück kehrt, erspart sich Ausgaben von bis zu mehr als 250.000 Euro für die restliche Lebenszeit; und zudem ein häufig ein Patiententestament, weil unsinnige lebensverlängernde Maßnahmen unterbleiben.

Wer wissen will, ob sein Ansprechpartner bei der GKV kompetent ist, bittet um Erläuterung der EG-Verordnung Nr.1408/71 vom 14.06.1971. Dies kann bis hinauf zum Leiter der GKV-Geschäftsstelle erfolglos sein, auch wenn dieser vielleicht mit bis zu mehr als 12 TEUR monatlich vergütet wird, plus Dienstwagen und betrieblicher Altersversorgung. Und wer es noch genauer wissen will, fragt vielleicht bei Landes- und Bundesbehörden nach – womöglich mit Erfolg. Ein Rechtsanspruch auf Beratung besteht jedoch nach ständiger Rechtsprechung nur von Seiten der Sozialversicherungsträger.