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Im Zweifel für den PKV-Versicherten

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Versicherung News

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PKV-Beratung und Beratungspflicht, das Beratungsprotokoll

Viele Fehler könnten bei der Beratung zur privaten Krankenversicherung im Vorfeld schon ausgeschlossen werden, wenn, ja wenn der Berater und die Versicherungen sich an die Spielregeln“ halten würden.

Gesundheitsfragen

Jeder Versicherungsnehmer kennt das, in den Versicherungsverträgen zu den biometrischen Risiken wie Krankenversicherung, auch Kranken-Zusatzversicherungen, Berufsunfähigkeitsversicherungen,  private Pflegeversicherungen, Risikolebensversicherungen, Lebensversicherungen, etc. sind Gesundheitsfragen ehrlich zu beantworten.

Vorvertragliche Anzeigenpflichtverletzung

Kommt der Versicherer drauf das bei den Gesundheitsfragen „geflunkert“ wurde, so kann er vom Vertrag zurücktreten oder ein Angebot mit Risikozuschläge unterbreiten.

Hier beginnt der Ärger sowohl für den Kunden als auch für den Versicherungsvertreter, Versicherungsmakler. Einerseits kann der Versicherungsvertreter, Versicherungsmakler nur das aufnehme was ihm der Kunde bereit ist zu sagen.

Andererseits kann der Kunde der Versicherung, per geschlossenen Brief zum Antrag, Details zu seinem Gesundheitsstand mitteilen, falls er es dem Berater nicht erzählen will.

Belehrung und Beratungsprotokoll

Das Beratungsprotokoll sollte zwischenzeitlich obligatorisch sein. Ausführlich, bloße Kreuzchen in vorgefertigten Bögen alleine sind zu wenig. Was wurde Beraten, was waren die Wünsche des Kunden, was waren die Empfehlungen, warum fiel die Entscheidung so und nicht anders aus, und so weiter.

Der Hinweis zu den Gesundheitsfragen und mögliche Konsequenzen müssen hervorgehoben werden.
Wenn möglich sollte das Beratungsprotokoll von beiden Seiten unterschrieben werden. Mindestens aber vom Berater. Der Kunde sollte eine Kopie erhalten.

Bloßer Hinweis im Versicherungsantrag auf Seite... ist nicht ausreichend

Das Oberlandesgericht (OLG) Karlsruhe

Aktenzeichen: 12 U 53/15 vom 22. 10. 2015. Hier wurde vom OLG Karlsruhe bestätigt das die Kündigung, seitens der Versicherung des PKV-Vertrags, nicht gültig ist.

Zwei wesentliche Punkte sind also zu beachten.

- Der Versicherungskunde wurde nicht ordnungsgemäß auf die in Paragraf 19 Abs. 5 Satz 1 Versicherungsvertragsgesetz (VVG) Rechtsfolgen der Anzeigepflichtverletzung, also einer möglichen Kündigung seitens des Versicherers, hingewiesen.

- Die Hinweise zur o.g. Anzeigepflichtverletzung müssen im Versicherungsantrag „örtlich“ auch dort zu finden sein. Vereinfacht ausgedrückt; wenn die Gesundheitsfragen auf Seite 3 oder 5 beginnen, so kann dieser Hinweis nicht auf Seite 1 ausgewiesen werden.

„Hervorheben“, also fett gedruckt ist auch keine Lösung wenn zu viel fett „hervorgehoben“ wird, da es mehr verwirrt als erklärt. Also: die Belehrung zu den Gesundheitsfragen und deren rechtliche Bedeutung muss korrekterweise direkt bei den Gesundheitsfragen angesiedelt sein.

Siehe auch: Maklerhaftung und Sachwalterurteil

Lieber zum Profi und damit rechtssicher

Die Experten der biometrischen Risiken sind die richtigen Ansprechpartner. „wer behauptet alles zu können, Der kann nichts wirklich richtig“. Oder gehen Sie mit Zahnschmerzen zu Ihrem Hausarzt?
Wie empfehlen: Fachmakler für biometrische Risiken Herrn Frank Dietrich.