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Rürup-Rente verursacht zunehmende Insolvenzen im Alter*

Geschrieben von Dr. Fiala am . Veröffentlicht in Finanzen

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München im Oktober 2015 - PM Dr. Johannes Fiala* / Dipl.-Math. Peter A. Schramm. Zur Veröffentlichung freigegeben für DAS Netzwerk Dübbert & Partner

Warum Basis-Renten nicht insolvenzgeschützt sind

Die Rürup-Rente ist ein typisches Steuersparmodell. Der Trick des Verkäufers besteht häufig darin, die steuerlichen Vorteile zu Vertragsbeginn oder in der Ansparphase heraus zu stellen, jedoch die späteren Verlustrisiken und Steuerbelastungen in der Auszahlungsphase oder bei Vertragsbeendigung völlig auszublenden. Die Basis-Rente ist häufig weder pfändungsgeschützt noch zur gesicherten Altersversorgung geeignet, wie es auch für andere Steuersparmodelle typisch ist.

Geschenkte Altersversorgung?

Vermittler empfehlen die Rürup-Rente oft wegen der bis 50 % vom Beitrag steuerabzugsfähig mitversicherbaren Berufsunfähigkeitsrente (BU-Rente). Die Argumentation lautet dann beispielsweise „Bei 50 % Steuern bekommt man die Altersvorsorge geschenkt“.

Dann aber ist die BU-Rente so hoch, dass keine im direkten Anschluss nicht fallende Altersrente Rente mehr versichert ist. Die Altersrente beträgt nur noch einen Bruchteil im Vergleich zur BU-Rente. Ferner zeigt sich später ein weiteres Problem, wenn - aus Kostengründen - die BU-Rente vor dem Beginn der Altersrente endet. In beiden Fällen fehlen die Voraussetzungen des § 851c ZPO, die für diesen Pfändungsschutz erforderlich sind.

Bis zu mehr als 40% der Rürup-Renten ohne oder ohne vollständigen Pfändungsschutz

Da die steuerliche Geltendmachung der BU-Rentenbeiträge ein wichtiges Argument ist, jedoch die Voraussetzungen des Pfändungsschutzes zu selten beachtet werden, dürften bis zu mehr als 25% der laufenden Verträge nicht den Voraussetzungen des § 851c ZPO entsprechen.

Weitere ca. 15 % könnten betroffen sein, insoweit als die Höchstgrenze der Beiträge nach § 851c ZPO zum Pfändungsschutz bei der Basisrente mit steuerlich teilweise abzugsfähigem Jahresbeitrag i.H.v. 20.000 EUR oder seit 2015 dann 22.172 EUR jährlich (bei Ehepaaren das Doppelte) nicht selten überschritten sein dürfte.