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Immer wieder die Riesterrente, Rüruprente, Deutschlandrente - Altersvorsorge

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Vorsorge

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Riesterrente vor dem AUS?

Ein Fakt ist doch, dass die Altersarmut mit der betrieblichen Altersvorsorge (bAV), Riester und Rürup nicht gesenkt werden kann. Die, welche es dringend nötig hätten, können sich Riester nicht leisten und die, welche es sich leisten können, haben es eigentlich nicht nötig. Der zweite Fakt ist, dass durch den Riesterfaktor alle Bürger betroffen sind welche in die gesetzliche Rente einzahlen müssen. Was die Rentenansprüche allgemein senkt.

Riester und Rürup

Es gibt also mehr negatives als positives zu den beiden Altersvorsorge-Produkten.

Negativ: Ob Rückforderung der staatlichen Zulagen, die Scheidungsschädlichkeit, Riester und Rürup doch nicht insolvenzgeschützt, das Verrechnen mit der Grundsicherung, nicht vererbbar, der Riesterfaktor, etc. Rürup hat als „Steuersparmodell auch nicht wirklich funktioniert.

Beratungsfehler inklusive - bei allen Altersvorsorge-Produkten.

Und weiter bleibt die Frage offen: wie ist der Altersarmut wirkungsvoll bei zu kommen?

Positiv: den Finanz-Vertrieben und den Versicherungen hat es mehr Umsatz gebracht. Oftmals wanderte die staatliche Zulage in die Provision und in die Vertragskosten. Wie sagte ein Strukturvertriebler: „eine sprudelnde Ölquelle“.

Und immer neue Rentenmodelle

Riester-Rente, Rürup-Rente, betriebliche Altersvorsorge (bAV), „Deutschland-Rente“, Rente als Staatsfonds, was kommt als nächstes?

Fakt ist doch auch, dass mit dem Mindestlohn von 8,50 Euro weder genügend Rentenversicherungsbeiträge noch eine „private“ Altersvorsorge aufgebaut werden kann. Dazu kommen noch die „Arbeitnehmer“ welche in diversen Werkverträge, Dienstverträgen oder Leiharbeiterverträgen hängen. Zu niedrigster Bezahlung versteht sich.

Über die „Neuausrichtung der Selben streiten alle Parteien, die Gewerkschaften, die Arbeitgeberverbände, die Arbeitnehmerverbände, die paritätischen Wohlfahrtsverbände, etc. samt Bundeskanzlerin Angela Merkel und Arbeitsministerin Andrea Nahles, wie die Bürstenbinder. Ausgang ungewiss.

Die Zahlen

Rund 3 Millionen Arbeitslose, 7 Millionen Hartz IV- und Arbeitslosengeldempfänger. Die Zahlen der „Aufstocker“ sind hier ebenfalls nicht eingerechnet. Die wirklichen Zahlen der dazukommenden Flüchtlinge fehlen auch noch. (Quelle:Bundesarbeitsagentur)

Rechnet man also mal 10 Millionen Menschen, so nutzt diesen Bürgern weder Riester noch Rürup noch betriebliche Altersvorsorge (bAV) noch die „angedachte Deutschlandrente“ etwas.

Altersarmut wird steigen. Daran wird auch die längere Lebensarbeitszeit von derzeit 67 Jahren nichts ändern.

Fokus auf die gesetzliche Rentenansprüche

Die Rentenabsenkung von bis zu 43 Prozent tut ihr übriges dazu. Wie sagte Frau von der Leyen; 2.500 Euro Brutto werden in Zukunft nicht mehr gesetzliche Rente bringen als die Grundsicherung“.

Da bleibt doch wieder die Frage; warum immer neue Renten-Konstellationen auf privater (freiwilliger) Basis?

Warum schmeißt man die ganzen „privaten und staatlichen Rentenmodelle“ nicht über Bord, streicht den Riesterfaktor, die Rentenabsenkung und stärkt dafür die gesetzliche Rente?

Das käme dann wohl auch denen zu gute welche heute die „privaten“ Modelle gar nicht zahlen können.

Oder praktizieren die jeweiligen Parteien und die jeweilige Regierung nur die pure Bedienung der Lobbyisten von Versicherungen und Finanzdiensten?