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Rente mit 70, jetzt doch

Geschrieben von Elisabeth Koppatz am . Veröffentlicht in Vorsorge

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Weniger Rente, längere Arbeit

Ob die gesetzliche Rente nun doch zum Wahlkampfthema wird? Die Aussichten sind gut. Was aber bringt das Renteneintrittsalter mit 70 dann wirklich? Fakt ist doch folgendes; auch wenn wir immer älter werden, so steigt damit nicht gleichzeitig die Gesundheit zum weiter arbeiten. Also ist die weitere Anhebung der Altersgrenze faktisch eine Rentenkürzung.

Rente mit 63

Wer 45 Jahre fleißig seine Rentenbeiträge gezahlt hat kam zu dem Privileg mit 63 Jahren, ohne Abzug, in Rente gehen zu dürfen. Aber auch hier steigt das Renteneintrittsalter. Quelle DRVB (Deutsche Rentenversicherung Bund) „Für ab 1953 geborene Versicherte wird die Altersgrenze von 63 Jahren schrittweise auf 65 Jahre angehoben“.

Rente mit 67

Auch hier geht die Anhebung des Renteneintrittsalters schrittweise. Angefangen wird mit dem  Jahrgang 1947 bis dann mit dem  Jahrgang 1964 das endgültige Renteneintrittsalter von 67 Jahren erreicht ist. Die Anhebung erfolgt in Monatsschritten. Wer also wie ich, Jahrgang 1951, in Rente geht, der kann mit 65 Jahren und 5 Monaten den Ruhestand genießen.

Rente mit 70

Auch hier wird wohl eine Anhebung des Renteneintrittsalters in monatlichen Schritten erfolgen. Ich schätze mal ab dem Jahrgang 1964. Ob das wirklich eine Rentengerechtigkeit zu Gunsten der Jüngeren bringt darf bezweifelt werden. Denn jeder 5. wird diese Arbeitsaltersgrenze nicht in Berufstätigkeit erreiche (Quelle Focus)

Rentenkürzungen bei vorzeitigem Renteneintritt

Heute werden 0,3 Prozent der Rente abgezogen, wenn sie vor der Regelaltersgrenze in Rente gehen – lebenslang.

Erwerbsminderung

Wer vorher Erwerbs gemindert ausscheidet bezieht die sogenannte Erwerbsminderungsrente. Berechnet wird; mögliche, zumutbare Arbeitsfähigkeit von 3 Stunden, 6 Stunden oder den vollen 8 Stunden. Danach errechnet sich die Erwerbsminderungsrente. Allerdings meistens befristet von 2 Jahren. Danach wird neu „verhandelt“, sprich geprüft ob eine weitere Erwerbsminderung besteht.

Kein Arbeitsplatz

Die Agenda 2010 hat mitgebracht das der Arbeitnehmer zuerst Arbeitslosengeld 1 nach zeitlichem Anspruch  erhält. Mit dem Arbeitslosengeld 1 werden weiter Beiträge zur Rentenversicherung entrichtet.

Danach erfolgt Hartz 4 (Arbeitslosengeld 2). Hier wird nicht nur das eigene Vermögen gegen gerechnet (z.B. Kündigungen von Lebensversicherungen, Mieteinnahmen, Kapitalerträgen, etc.) sondern es werden auch keine Beiträge mehr in die Rente eingezahlt.

Schon heute haben laut Statistik (Quelle "DIE WELT") nur die Hälfte, der 58 bis 65 Jährigen einen "Job". Zudem werden die Arbeitslosen / Arbeitssuchenden ab 58 Jahre nicht in der Arbeitslosenstatistik aufgeführt.

Hartz 4 zwingt zum vorzeitigen Renteneintritt auch mit Rentenabzug

Die Arbeitsagenturen / Jobcenter zwingen Hartz 4 Empfänger zum Rentenantrag, auch wenn damit die Rentenkürzungen von 0,3 Prozent, pro Monat den zukünftigen Rentner treffen.

Die Abwärtsspirale geht weiter mit einer Pflegebedürftigkeit

Wenig Rente, wenig Pflegeversicherung, die Kinder werden zur Kasse gebeten
Glücklich wer wie Königin Elisabeth von England ihren 90 Geburtstag begeht und immer noch fit ist. Oder wie Finanzminister Wolfgang Schäuble, der mit 74 immer noch auf dem Ministerstuhl sitzt. Das dürfte aber nicht die arbeitende Bevölkerung in Mehrzahl treffen.

Was also bringt die Rente mit 70

Die gesetzlich Renten schmelzen im zusehen dahin. Riester hat sie nicht gerettet, Rürup auch nicht, die betrieblichen Altersvorsorgen ebenfalls nicht. Die angedachte Deutschlandrente wird es auch nicht tun. Die Begehrlichkeiten der Rentenkassen haben noch jede Regierung in die Rentenkassen greifen lassen. Jüngstes Beispiel die Rente mit 63 und die Mütterrente.

Fazit: Die Rente wird zum Wahlkampfthema werden müssen. Fraglich bleibt nur ob der Generationenvertrag irgendwann mal den Namen (wieder) verdient.