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Das Urteil: Online Versicherungen oder Versicherungsmakler

Geschrieben von Elisabeth Koppatz am . Veröffentlicht in Versicherung News

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Billig oder bedarfsgerecht

Sicher oder schwammig?

„Geiz ist geil“, und dann landet der Versicherungsvertrag oder die Altersvorsorge vor Gericht. So hatte es sich der Verbraucher garantiert nicht vorgestellt. Aber, der mündige Bürger darf ja schließlich selbst entscheiden wo er seine Versicherungen einkauft. Nun kommt ein Urteil das aufhorchen lässt.

Provisionen / Courtagen fließen immer

Das muss jetzt auch ein „Versicherungsvergleichsportal zugeben“. Auch das dieses Vergleichsportal als „Versicherungsmakler“ fungiert muss deutlich kenntlich gemacht werden. Aber der Kreis schließt sich nur zur Hälfte. Denn der Eindruck, der hier für den Käufer / Versicherungskunden bislang entstanden ist, kam eher einer „Tätigkeit“ ohne Bezahlung gleich. „Vergleichsportal", wie der Name ausdrückt. Vergleichen und Abschließen ohne Kosten für den Versicherungskunden.

Auch nur ein halber Irrtum

Stellt so Richterin Barbara Clementi bei einem Musterprozess am Landgericht München klar.
Zitat: „Bei einem Vertragsabschluss im Internet müsse der Verbraucher grundsätzlich nicht so intensiv beraten werden wie bei einem Versicherungsmakler von Angesicht zu Angesicht“!

Und weiter: „Einmal müsste Besuchern der Internetseiten sichtbarer und eindeutiger als bisher klargemacht werden, dass sie es mit einem Versicherungsmakler zu tun haben, der für die Vermittlung von Policen eine Provision kassiert“! (Quelle: Frankfurter Rundschau)

Versicherungsmakler oder Versicherungsmakler

Das hier wohl mit zweierlei Maß gemessen wurde ist offensichtlich. Der daraus (möglicherweise) folgende Streit wohl auch. Wenn zwei Versicherungsmakler unterschiedlich beraten dürfen, wer ist dann im Vorteil und wer im Nachteil?

Eindeutig der Versicherungsmakler vor Ort, der seinem Kunden in die Augen schaut. Der Versicherungsmakler welcher lediglich ein Onlineportal unterhält ist also im Vorteil.

Und was sagt die oberste Aufsichtsbehörde BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) dazu? Bislang nichts!

Was bedeutet das für den Versicherungskunden

Es muss klar gestellt werden das für Alle die gleichen Spielregeln gelten. Es kann nicht angehen das Versicherungsmakler vor Ort von den Aufsichtsbehörden mit Dokumentationspflichten und Beratungspflichten gegängelt werden wenn für Andere das Gleiche laxer gehandhabt wird. Der BVK (Bundesverband der Versicherungskaufleute) wird gerichtlich gegen dieses Urteil vorgehen.

Der Versicherungskunde muss wissen das wenn Versicherungsmakler drauf steht auch ein  Versicherungsmakler drin ist. Mit allen Renten und mit allen Pflichten.

Mit zweierlei Maß zu messen verunsichert nicht nur den Kunden sondern stellt die Finanzaufsichtsbehörden ins Licht der Fragwürdigkeit in ihrer Tätigkeit als oberste Behörde der Finanzaufsicht.

Vergleichsportale alá Couleur  arbeiten nicht kostenlos

Auch wenn wenn es der Verbraucher gerne glauben möchte, bei Abschluss gibt es umsonst gar nichts. Provisionen / Courtagen fließen immer. Für die Honorar-Beratung wird eben ein Honorar bezahlt, im Versicherungsabschluss eben Provisionen / Courtagen.

Wenigsten das wurde mit dem Urteil klargelegt.