Dübbert & Partner DAS NETZWERK, Versicherungsprüfung, Anlageprüfung, leistungsorientierte und beitragsoptimierte Tarife, das Auswerten des "Kleingedruckten" durch Fachmakler (biometrische Risiken), Fachanwälte (Bank- und Kapitalmarktrecht), gerichtlich zugelassene Rentenberater.

>Zum Datenschutz finden Sie die Ausführungen hier unter diesem Link<

Beiträge

Drucken

Niedrigzinsen, kann eine Lebensversicherung pleite gehen

Geschrieben von Elisabeth Koppatz am . Veröffentlicht in Vorsorge

Bewertung:  / 15
SchwachSuper 

 

Niedrige Zinsen und wenig neue Policen

Die Deutschen sind Sparweltmeister

Aber wo liegt das Ersparte? Fakt ist, es gibt mehr Lebensversicherungspolicen als Einwohner. Die Niedrigzinsen bringen die Lebensversicherer in Not. Was passiert wenn eine Lebensversicherung „pleite“ geht?

Problem der niedrigen Zinsen

Wann die niedrigen Zinsen auf Erspartes ein Ende haben werden steht in den Sternen. 10 Jahre ist wohl auch nur eine optimistische Annahme. Und EZB Chef Draghi meint: „die Niedrigzinsen sind alternativlos“. Das bedeutet aber auch, das alle Versicherungsgesellschaften, private und gesetzliche, ein Anlageproblem und damit ein Problem mit den zu erwirtschaftenden Renditen haben.

Lebensversicherer, die private Krankenversicherung, die gesetzliche Rentenversicherung ebenso. Denn auch die vorgeschriebenen Rücklagen müssen ja irgendwie angelegt werden.

Unter dem Kopfkissen sparen ist auch keine Lösung

Die Angst der Altersvorsorge, Rente, macht wieder ihre Runde. Mit Recht wie ich meine. Sinkendes Rentenniveau, immer längere Lebensarbeitszeiten, prekäre Arbeitsverhältnisse, Zeitverträge, Werkverträge, Niedriglöhne und so weiter.

Auch wenn Walter Riester „seine“ Riester-Rente  gebetsmühlenartig verteidigt und immer neue Vorträge bei den Versicherungsvertretern hält, das gelbe vom Ei war und ist sie nicht. Besonders nicht für Geringverdiener.

  • Erinnerung:
  • Frau von der Leyen sagte zu Zeiten als sie noch Arbeitsministerin war: „2.500 Euro werden in der Rente mal gerade an die Grundsicherung heran reichen“.
  • Erinnerung:
  • 2.500 Euro waren mal 5.000 DM.
  • Erinnerung
  • Dazu kommen im Rentenalter die Steuer, die Krankenkassen- und Pflegebeiträge.
  • Erinnerung:
  • Die privaten Altersvorsorgen, auch Riester-Renten, werden auf die Grundsicherung angerechnet.

Niedrige Zinsen, Grundsicherung und Sparen

Häuslebauer wird es freuen, die niedrigen Zinsen lassen so manchen zum Bauherren werden. Ob das immer der richtige Weg zur Altersvorsorge ist? Aktien? Auch hier sind die Deutschen Sparer eher skeptisch und zurückhaltend. Die Lebensversicherung, private Rentenversicherung als Altersvorsorge?
Nun ist es sicher ein Unterschied ob sie noch 20 sind oder schon die 40 überschritten haben um ihre Altersvorsorge aufzubauen. Irgendwann erreichen wir alle die Rente. Was wir an Rente bekommen werden steht in den Sternen.

Die Rente als Wahlkampfthema

Bedingungsloses Grundeinkommen, Lebensleistungsrente, Absenken oder Anheben der Altersgrenzen für die gesetzliche Rente, Absenkung des Rentenniveaus, Grundsicherung Rente, Deutschlandrente, und so weiter? Alles zusammen nette Wortspiele mit unsicherem Ausgang. Bleibt abzuwarten wer die Bundestagswahl 2017 „gewinnt“ und was von den Renten-„Reformen“ in die Tat umgesetzt wird.
Fakt ist wohl nur eins, die Guthabenzinsen bleiben vorerst und auf nicht absehbare Zeit im Keller.

Lebensversicherungen, Auffanggesellschaften sollen es retten

Das sagt der Chef der BaFin
Zitat aus Focus Money: Der Chef der Finanzaufsicht BaFin, Felix Hufeld hatte jüngst erklärt, auf lange Sicht könnte es sein, dass nicht alle Unternehmen dem Druck der Niedrigzinsen standhielten. Aber: „Unsere Prognose, dass die Versicherer zumindest auf kurze und mittlere Sicht ausreichendes Stehvermögen haben, ist nach wie vor aktuell.“

Und der Chef der Auffanggesellschaft Protektor-Chef Jörg Westphal meint dazu: „Die Auffanggesellschaft Protektor könnte dank verschiedener Sicherheitsmechanismen selbst die Schieflage eines größeren Versicherers schultern“

Und Allianz-Chefinvestor Maximilian Zimmerer sieht die Branche mit Protektor gerüstet. „Jedenfalls wenn nicht gerade die drei größten der Branche pleitegehen. Dann reicht Protektor nicht mehr aus. Aber da ist gar nichts zu befürchten“, sagte er dem Nachrichtenmagazin „Focus“.