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Solidarität der Renten und der Sozialversicherungen

Geschrieben von Elisabeth Koppatz am . Veröffentlicht in Versicherung News

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Erhöhung des Renteneintrittsalters und die Folgen

Rentenkürzung per Gesetz

Alle reden von einer längeren Lebensarbeitszeit. Wer länger lebt, muss länger Arbeiten. Von Rentengerechtigkeit. Immer mehr Leistungsempfängern. Immer weniger Beitragzahlern. Rentner welche von Ihrer Rente nicht leben können. Grundsicherung im Alter vorprogrammiert.

Medizinischer Fortschritte

Die medizinischen Fortschritte für ein „langes Leben“ sind nicht von der Hand zu weisen. Gleichzeitig nehmen die „Zivilisationskrankheiten“ immer weiter zu. Ob Übergewicht, Diabetes, Verdauungs- und Stoffwechselstörungen, Verfall des Gebisses (Karies), zahlreiche Erkältungskrankheiten, Neurosen und Kreislaufstörungen, psychische Erkrankungen (Burnout), und so weiter.
Was im Klartext heißt, länger Leben bedeutet nicht gleichzeitig länger leistungsfähig und berufstätig sein zu können.

Jeder 5. Erwerbstätige erreicht die gesetzliche Renten-Altersgrenze nicht

Tendenz steigend, auch bei jüngeren Erwerbstätigen. Faktisch bedeutet das folgendes:
Wer aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten kann, der wird durch die Mühlen des Gesundheitswesen gedreht. Reha vor Rente. Was ja nicht so ganz verkehrt ist.

Erst wenn  „Aus-therapiert“ ist, dann wird der Antrag auf Erwerbsminderungsrente gestellt. Bewilligung offen.
Aber selbst wenn dem Antrag statt gegeben wird, ist diese (meistens) auf 2 Jahre befristet. Danach fangen die Mühlen von vorne an zu drehen.

Dazwischen liegen Arbeitslosigkeit, das Arbeitslosen Geld 1 (hier werden noch Rentenbeiträge bezahlt) und nach Ausschöpfung der Ansprüche vom Arbeitslosen Geld 1, folgt dann Hartz 4, das Arbeitslosengeld 2 (hier werden keine Rentenbeiträge mehr bezahlt).
Im Arbeitslosengeld 2 müssen alle Ersparnisse und Rücklagen, bis auf einen kleinen Teil, je nach Alter, aufgezehrt sein.

Und noch was kommt hinzu: die Witwenrente / Witwerrente wird mit dem eigenen Einkommen verrechnet.

Für ältere Erwerbstätige noch ein „Bonbon“

Die Bundesagentur für Arbeit, das Job-Center, kann den älteren Arbeitssuchenden (Hartz 4 Bezieher - Zwangsverrentung; BSG, Urteil vom 19. 8. 2015 – B 14 AS 1/15 R), ab 63 Jahre, zum Rentenantrag zwingen. Das mit höchst richterlicher Entscheidung auch mit Rentenverlust. Monatliche Rentenkürzung von 0,3 Prozent.

Im schlimmsten Fall folgt die Grundsicherung

Fällt der Rentner nun in die Grundsicherung, so werden die privaten Altersvorsorge, also alles was noch nicht durch Hartz 4 vernichtet wurde, wie betriebliche Altersvorsorge, Riesterrenten, etc., auf die Grundsicherung angerechnet.

Rentenkürzungen vom Gesetzgeber vorgegeben

Rente mit 70 und weiter steigend?

Es bleibt also festzuhalten; das alle „Maßnahmen“ um die Rente zukunftssicher und generationengerecht zu machen immer auf Rentenkürzungen hinaus läuft.

Oder anders herum betrachtet;

die Rentenkassen entlastet und der Steuerzahler belastet wird.

Der Bundeshaushalt ist ein Topf aus dem „verteilt“ wird. Dabei spielt es kaum eine Rolle ob die eingezahlten Beiträge in die sozialen Sicherungssystemen reichen oder nicht. Denn zum Schluss wird bezuschusst. Also aus dem Topf des Bundeshaushalts - der Topf der Steuerzahler.

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