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Verminderter Erwerbsfähigkeit und die einzelnen Voraussetzungen

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Rechtstipp vom 23.05.2016 Geschrieben von Rechtsanwalt Frank Weiland - 98544 Zella-Mehlis

Zur Veröffentlichung freigegeben für D&P - DAS Netzwerk Dübbert & Partner durch Herrn RA Frank Weiland

Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit und die einzelnen Voraussetzungen

Der Ausgangspunkt

Sehr häufig beziehen Versicherte aufgrund von längeren Erkrankungen bis zum Ende der Bezugsdauer von ihrer Krankenkasse Krankengeld, ohne dass sie wieder arbeitsfähig und damit leistungsfähig im Sinne der Rentenversicherung werden.

Daher ist bei längerem Bezug von Krankengeld, insbesondere wenn ein Ende der Erkrankung nicht absehbar ist, ein Antrag auf eine Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit zu empfehlen. Diese Empfehlung gilt auch, wenn das Arbeitsverhältnis währen des Krankengeldbezugs fortbesteht.

Die Rente wegen Erwerbsminderung wird als Rente wegen teilweiser oder voller Erwerbsminderung gewährt. Eine spezielle Art der Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung ist die Rente wegen Berufsunfähigkeit.

Die Rente wegen Erwerbsminderung kommt für den Versicherten immer dann in Betracht, wenn er aufgrund von Krankheit oder Behinderung nicht mehr in der Lage ist, eine versicherungspflichtige Tätigkeit unter den Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarkts vollschichtig (und damit für 6 oder mehr Stunden) zu verrichten.

Bitte die Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit rechtzeitig beantragen

Versicherte, die bereits seit längerer Zeit krank sind und daher eine versicherungspflichtige Tätigkeit nicht mehr regelmäßig ausüben können, sollten rechtzeitig (insbesondere vor dem Auslaufen des o.g. Krankengeldanspruches) einen Rentenantrag stellen. Ein Rentenverfahren selbst dauert häufig mehrere Monate. Oft müssen auch Unterlagen nachgereicht werden. Aber auch für ein Widerspruchsverfahren und ggf. für eine Klage vor dem zuständigen Sozialgericht sollte Zeit einkalkuliert werden.

Ein Rentenantrag kann auch direkt bei jeder Geschäftsstelle der gesetzlichen Rentenversicherung gestellt werden. Die Mitarbeiter der gesetzlichen Rentenversicherung leisten Hilfestellung bei der Antragstellung. Sie sorgen auch dafür, dass vollständige Anträge gestellt werden.
Der Antragsteller sollte im Verfahren, aber auch ggf. im Widerspruchs- oder Klageverfahren, aktiv mitarbeiten.