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Parität in den Sozialversicherungen sind Vergangenheit

Geschrieben von Elisabeth Koppatz am . Veröffentlicht in Finanzen

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Krankenversicherung, Pflege, Erwerbsminderung, Rente

Diese Themen sind, glaubt man den Politikern, wichtige Zukunftsprojekte.

Da der Wahlkampf für 2017 schon begonnen hat, entdeckt die „SPD“ wie auch die „CDU“ wieder den normalen Bürger. Finanzminister Schäuble (CDU) verspricht Steuersenkungen und Arbeitsministerin Nahles (SPD) samt Vize Gabriel (SPD) versprechen die Rente (mal wieder) für die Zukunft zu rüsten.

Wie sieht es in der gesetzlichen Krankenversicherung aus

Immer höhere Kassenbeiträge, immer höhere Zusatzbeiträge welche von den Versicherten alleine bezahlt werden müssen, immer höhere Selbstbeteiligungen. Tendenz steigend, da die Zusatzbeiträge nächstes Jahr wieder steigen werden, nämlich um 0,4 Prozent.
Von Parität (Hälfte Arbeitnehmer, Hälfte Arbeitgeber) sind wir also in der gesetzlichen Krankenkasse weit entfernt.

Und die Krankenkassen horten das Geld welches sie aus dem Gesundheitsfonds erhalten.   
Die Bildzeitung titelt am 26.Mai 2016: Krankenkassen verstecken Geld aus Gesundheitsfonds - Versichertenbetrug oder Haushaltstrick?

Pflegeversicherung

Es fehlt hinten und vorne wenn man die Pflegeversicherung betrachtet. Der „Weisheit letzter Schluss“ soll die Pflegekammer sein mit der berühmt berüchtigten Selbstverwaltung. Dann soll alles besser werden. Mehr Pflegepersonal, bessere Bezahlung, bessere soziale Anerkennung der Pflegeberufe, einheitlichere Ausbildung, mehr Leistungen unter den Pflegegraden statt unter den Pflegestufen, etc. „Die Worte hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube“. Jedenfalls dann, wenn ich in die Selbstverwaltung der Krankenkassen schaue.

Die Rente sieht auch nicht besser aus

Mit Einführung der Riesterrente, der Riesterformel in der gesetzlichen Renten, also der Auslagerung  in die Kapitalmärkte, ist auch die Parität aufgehoben. Da nutzen die „Steuergeschenke“ und Zulagen für die Riester-Verträge mal nichts. Zumal im Nachgang betrachtet die Riesterrente ein Flop ist und bleibt. Wir haben dauernd darüber berichtet. Das immer mehr Menschen in die Renten-Grundsicherung fallen ist ebenfalls bekannt.

Mütterrente und Rente mit 63

Gut gedacht ist nicht gleich gut gemacht. Auf der einen Seite wird prognostiziert das wir immer länger arbeiten sollen und dann kommt die abschlagsfreie Rente mit 63 Jahren. Auch die Mütterrente ist gut gemeint, aber nicht gut gemacht. Belasten sie doch nun mal die Rentenkassen. Man könnte es auch als wiederholte Fremdentnahmen aus der gesetzlichen Rente bezeichnen.

Erwerbsminderung und die Erwerbsminderungsrente

Das die gesetzliche Berufsunfähigkeitsversicherung für die Jahrgänge ab 1961 quasi abgeschafft wurde ist bekannt. Die Erwerbsminderungsrente führt geradeaus zum Sozialamt. Und wieder wird gerne auf die private Berufsunfähigkeitsversicherung, Absicherung, hingewiesen.

Immer weniger Sozialversicherungen

Es bleibt festzuhalten; die Sozialversicherungen sind eine „Grundsicherung“ aber selbst hier wird dem Versicherten mehr abverlangt als den Arbeitgeber.  Also ist die paritätische Finanzierung faktisch abgeschafft.