Dübbert & Partner DAS NETZWERK, Versicherungsprüfung, Anlageprüfung, leistungsorientierte und beitragsoptimierte Tarife, das Auswerten des "Kleingedruckten" durch Fachmakler (biometrische Risiken), Fachanwälte (Bank- und Kapitalmarktrecht), gerichtlich zugelassene Rentenberater.

>Zum Datenschutz finden Sie die Ausführungen hier unter diesem Link<

Beiträge

Drucken

Versicherungen lassen Kunden im Regen stehen

Geschrieben von Elisabeth Koppatz am . Veröffentlicht in Sachversicherung

Bewertung:  / 33
SchwachSuper 

 

Klimawandel und die Versicherungen

Wenn plötzlich das Dach über dem Kopf fehlt

Gebäude- und Hausratversicherungen sichern nicht nur das Dach über den Kopf sondern auch die Existenz der Bewohner. So sollte es jedenfalls sein und dafür sind Versicherungen da. Nun folgt der Irrtum. Immer mehr Versicherer verweigern die Elementarschadenversicherung.

Starkregen, ein Elementarschaden

Nun gehen die Versicherungen dazu über einen Stark-Regen-Atlas zu erstellen. Dann gibt es womöglich für bestimmte Gebiete in Deutschland keine Elementarschadenversicherung für Starkregen mehr. Versicherungen lassen Kunden im Regen stehen.

Nach dem Flut-Schaden kommt die Kündigung

Sowohl die Versicherung als auch der Kunde hat das Recht, nach Schadenregulierung, die Versicherung zu kündigen.
Elementarschäden sind: Sturmschäden ab Windstärke 8, Hagel oder eben auch Starkregenfälle. Das bedeutet, das der Versicherte plötzlich ohne Versicherungsschutz dasteht. Denn nach Kündigung der Versicherung und je nach Schadenquote dürfte es schwer werden eine neue Versicherung zu finden. Und wie es scheint machen Versicherungen regen begrauch von der Kündigung.

Pflichtversicherung gegen Elementarschäden?

Nach diversen Hochwasserkatastrophen dachte die Bundesregierung mal über eine sogenannte Pflichtversicherung für Hausbesitzer nach. Dieses Ansinnen ist aber im Sand verlaufen.
Selbst wenn die Elementarschadenversicherung zur Pflicht würde, so ist die Frage ob diese noch bezahlbar wäre.

Bezahlbare Gebäude- und Elementarschadenversicherungen?

Schon heute sind in den gefährdeten Gebieten die Versicherungsbeiträge und die Selbstbeteiligungen extrem hoch. Versicherungsbeiträge für Gebäudeversicherungen mit Elementarschadenversicherungen von 2.000 Euro (Einfamilienhaus) jährlich und Selbstbeteiligungen von 10.000 Euro sind keine Seltenheit.

Ohne Versicherung ist die Existenz gefährdet

Viele Häuser sind nun mal mit Hypotheken belastet. Hier fordern die finanzierenden Banken schon eine entsprechende Versicherung. Mindestens eine Gebäudeversicherung. Aber in vielen Regionen eben auch eine Elementarschadenversicherung. Ohne diese Versicherung steht die Existenz auf dem Spiel. Nicht nur Aufräumkosten, Wiederaufbaukosten und Sanierung müssen finanziell gestemmt werden, schlimmstenfalls die Abrisskosten, sondern auch die Wiederbeschaffung von Möbel, Hausrat und Kleidung und eine Unterbringung der Familie bis zum Wiedereinzug oder Wiederaufbau.

Die Hypothek läuft weiter…

Zu allem persönlichen Leid kommen dann noch die finanziellen Probleme dazu. Der Staat hilft den Flutopfern, macht aber eine vorhandene Gebäude- Immobilen- und Hausratversicherung samt Elementarschadenversicherung oftmals davon abhängig. Und hier schließt sich der Kreis. Was wenn ich keine Versicherung (mehr) bekomme? Oder die Versicherungsprämien nicht bezahlen kann?

Häuslebauer und Häuslekäufer sollte bedenken…

Die Hausnebenkosten und dazu gehören auch die Versicherungen welche die Existenz schützen sind nicht zu unterschätzende Ausgaben. Besonders dann wenn sie in „gefährdenden“ Regionen leben.