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Keine Auslandsreisekrankenversicherung auf Kosten der GKV

Geschrieben von Elisabeth Koppatz am . Veröffentlicht in Krankenversicherung

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Auslandsreisekrankenversicherung ist Privatsache

Das Bundesgericht hat mal wieder entschieden

Die gesetzlichen Krankenkassen dürfen keine Auslandsreisekrankenversicherungen „verschenken“. Dafür sind Versichertengelder der GKV nicht gedacht.

Eine Betriebskrankenkassen

Die Betriebskrankenkasse hatte für deine Versicherten einen sogenannten Gruppenvertrag mit einer Versicherung geschlossen und seine Versicherten somit eine kostenlose Auslandsreisekrankenversicherung „geschenkt“. Es ist davon auszugehen das die Versicherung, welche die Auslandsreisekrankenversicherung bereit gestellt hat, das aber nicht umsonst getan hat. Ergo sind Beiträge geflossen. Diese Beiträge müssen also von der Betriebskrankenkasse bezahlt werden. Als aus Versichertengelder der GKV (gesetzlichen Krankenkassen).

Die Krankenkassen hatten dagegen geklagt

Die Klagen, Revision, wurden abgewiesen. Zur Begründung wird ausgeführt; Die Auslandsreisekrankenversicherung gehört nicht in die Aufgabenbereiche der Krankenkassen. Wer einen Auslandsreisekrankenversicherungsschutz haben will, der muss dieses privat absichern. Also dürfen keine Versichertengelder der gesetzlich Krankenversicherten dafür ausgegeben werden. So das Bundesgericht (BSG). Und, bestehende Verträge zur Auslandsreisekrankenversicherung müssen von der GKV rückabgewickelt werden.

Sozialversicherungsabkommen

Die gesetzlichen Krankenkassen decken zwar im Ausland den Urlaub oder die Geschäftsreisen bei Behandlungen ab, aber nur mit den Ländern mit denen ein Sozialversicherungsabkommen besteht.

Dazu das Bundesministerium für Gesundheit:

Bin ich im Ausland bei Erkrankungen oder Unfällen versichert?
"Grundsätzlich werden die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung nur im Inland erbracht. Ausnahmen gibt es aber durch zwischen- und überstaatliche Regelungen".
Und weiter:
„Die Kosten werden jedoch nur in der Höhe übernommen, die bei einer entsprechenden inländischen Behandlung entstanden wäre. Ihre Krankenkasse hat darüber hinaus Abschläge vorzunehmen – beispielsweise für erhöhte Verwaltungskosten“.
Und noch was:
„Sollte ein krankheitsbedingter Rücktransport aus dem Ausland erfolgen, werden die Kosten hierfür nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen“.

Warum eine Auslandsreisekrankenversicherung abschließen

Die oben genannten Einschränkungen der gesetzlichen Krankenkassen machen schnell klar das eine Erkrankung oder ein Unfall im Ausland teuer werden kann. Besonders wenn Kinder mit im Urlaub sind. Eine Auslandsreisekrankenversicherung kostet nicht viel, die Kosten bei Bedarf sind wesentlich höher. Die Auslandsreisekrankenversicherung kann für eine bestimmten Zeitraum (Urlaub) oder als Jahrespolice abgeschlossen werden.

Aber auch hier gilt das „Kleingedruckte“

In der privaten Krankenversicherung schon dabei

PKV-Versicherte haben in ihrem PKV-Versicherungsschutz die Auslandsabsicherung (meistens) schon dabei. Trotzdem kann eine Auslandsreisekrankenversicherung sinnvoll sein. Nämlich dann wenn die PKV eine Selbstbeteiligung hat, was in den meisten PKV-Verträgen üblich ist.