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Bezahlen sie das selber – IGEL-Leistungen umstritten

Geschrieben von Elisabeth Koppatz am . Veröffentlicht in Krankenversicherung

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Krankenkassen (GKV) beklagen nicht aufgeklärte Patienten bei IGEL-Leistung

In fasst allen Arztpraxen werden sogenannte IGEL-Leistungen (individuellen Gesundheitsleistungen) angeboten.

Über den medizinischen Sinn oder Unsinn, der wirklichen Nutzen und über den wissenschaftlichen Wert, Bewertung, wird häufig gestritten.

Der Griff in die Brieftasche der Patienten

Notwendige medizinische Vorsorgeuntersuchungen werden von den gesetzlichen Kassen bezahlt, so die Krankenkassen. Die darüber hinausgehenden „Vorsorgeuntersuchungen“ mit IGEL-Leistungen, also vom Patienten selber zu zahlende Leistungen, sind eine reine Geldverschwendung. Dem Patienten ist es frei gestellt diese in Anspruch zu nehmen oder abzulehnen.

Zu wenig Bedenkzeit für den Patienten

Nun sollte man meinen das im Zeitalter des Internet der Kunde / Patient hinreichend über seine Rechte aufgeklärt ist. „Nötigung“ oder den Patienten unter „Druck“ setzen scheint aber in so manchen Arzt-Praxen geläufig zu sein. Auch die Aufklärung und die möglichen Risiken einer IGEL-Leistung, Untersuchung, Behandlung, lassen wohl zu Wünschen übrig.

So streiten Kassenärztliche Vereinigung (KBV) und Krankenkassen weiter

Sinnvoll, sinnlos, nur Geldmacherei oder wirklicher medizinischer Nutzen für den Patienten ist weiterhin unklar. Klar ist: für die Ärzteschaft steht ein Milliardenmarkt auf dem Spiel. Denn laut dem Wissenschaftlichen Institut der AOK werden jährlich rund eine Milliarde Euro von Selbstzahlern für IGEL-Leistungen ausgegeben. Und wie gesagt, mit umstritten Nutzen für den Patienten.

Die Bundesregierung soll es nun richten

Mit einer Regelung für eine 14tägige Bedenkzeit und mit besserer Aufklärung zu Nutzen und Risiken von IGEL-Leistungen.

Der MÜNDIGEN Patient und Bürger

Die Entscheidung zur IGEL-Leistung wird dem Patienten nicht abgenommen. Aber der Patient sollte über den Nutzen und die Risiken informiert werden. Aufklärungspflicht der Ärzteschaft gegenüber dem Patienten sollte grundsätzlich Pflicht und selbstverständlich sein. Ebenso die „Nein Danke Entscheidung“ des Patienten.

Milliardenmarkt IGEL-Leistungen

Was der Gesundheitsfonds an positiven für Ärzte und Patienten wirklich gebracht hat weis wohl keiner so ganz genau. Die Defizite der Krankenkassen steigen kontinuierlich. Ebenso die Zusatzbeiträge, demnächst auf 1,8 Prozent. Die Selbstbeteiligungen bei Heil- und Hilfsmittel ebenfalls. Die Eigenbeteiligungen bei Medikamenten auch. Und dazu noch die Selbstzahler der IGEL-Leistungen.

Vorbeugen ist besser als heilen

Gesunde Ernährung, Bewegung und ein Maß halten bei Nikotin und Alkohol sind erste Schritte.
Das sollten auch Eltern ihren Kindern vermitteln. Mit der Angst von oder vor möglichen Erkrankungen (IGEL-Leistungen) zu „arbeiten“ ist sicherlich der falsche Weg.

Bleiben Sie gesund!!!