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Ärztehaftung auch bei zu wenig Aufklärung

Geschrieben von Elisabeth Koppatz am . Veröffentlicht in Krankenversicherung

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Die Arzt-Haftung gilt nicht nur bei Kunstfehler sondern auch bei Beratungsfehler zur bevorstehenden Behandlung

Patientenrechtegesetz 2013

Wer heute zum Arzt muss, der möchte verständlich und umfassend behandelt und aufgeklärt werden. Auch über die Wirkung von Medikamenten und Wechselwirkungen mehrerer Medikamente möchte der Patient heute informiert werden.

Aufklärung durch den Arzt und die Beipackzettel von Medikamenten

  • Eigentlich müsste der Arzt den Patienten von der Diagnose, über die anstehende Behandlung, bis hin zur Medikamentierung vollständig aufklären.
  • Es müssen nicht immer gleich "Kunstfehler" des Arztes sein um den Arzt in Haftung zu nehmen.
  • Und mal ehrlich, wer ließt die Beipackzettel und versteht das darin geschriebene?
  • Da wären die Risiken der Behandlung. Die Risiken eventueller operativer Eingriffe.
  • Die Risiken welche die Medikamente haben könnten, und so weiter.
  • Auch dann, wenn die Nebenwirkungen im Minimalbereich liegen. Was heißt, das wenn bei EINEM von „1.000 Patienten“ unliebsame Nebenwirkungen auftreten können, muss der Arzt darüber informieren.
  • Patientenrechtegesetz

Der behandelnde Arzt hatte das wohl versäumt

So jedenfalls bei einer Frau, welche an Brustkrebs erkrankte und eine Chemotherapie erhielt. Die Frau wurde über die Nebenwirkungen der Chemotherapie nicht ausreichend aufgeklärt. Die Folgen waren eine dauerhafter Haarausfall und die Tatsache das die Körperhaare auch nicht wieder nachwachsen würden.

Das Oberlandesgericht Köln hat entschieden

(OLG Köln, Urteil v. 21.03.2016, Az.: 5 U 76/14) "Nur" 3,2 Prozent der so behandelten Patienten würden dauerhaft ohne Haare leben müssen. So die Studie welche über 55 Monate lief.

Das hätte dem behandelten Gynäkologen bekannt sein müssen und, er hätte seine Patientin darüber aufklären müssen.