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Rente, viele Vorschläge, wenig Einigkeit.

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Finanzen

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Beitragsbemessungsgrenze abschaffen.

Stabile Beiträge bis 2020, Absenkung des Rentenniveaus stoppen, Geringverdiener sollen besser vorsorgen, Deutschlandrente, EU-Rente, Rentenfonds, und so weiter. Der Rentenwahlkampf ist also eröffnet. Ausgang offen.

Klar ist, es geht um Wählerstimmen.

Das die Jungen gegen die Alten ausgespielt werden ist von der Hand zu weisen. Es geht um Generationengerechtigkeit. Dumm nur, die heutigen Alten sind in der Anzahl der Wählerstimmen nicht zu unterschätzen. Das wissen auch unsere Politiker.

Was aber ist Renten-Gerechtigkeit?

Immer weniger Junge müssen die Renten für immer mehr Alte erarbeiten. So ist das im Solidarsystem und im Umlage-Verfahren geregelt. Schaut man sich den Arbeitsmarkt von heute an, ist Dieser mit dem Arbeitsmarkt unserer Elterngeneration in den 50iger und 60iger Jahren nicht mehr vergleichbar.

Die gesetzliche Rente ist nun mal 127 Jahre alt.

Bismarck hat sie 1889 ins Leben gerufen. Sie hat den Umbruch ins Industriezeitalter überstanden, 2 Weltkriege und diverse „Reformen“ ebenfalls. Scheitert die auskömmliche gesetzliche Rente nun an der neuen Arbeitswelt und dem Wettbewerb von „billig, billiger am aller billigsten“. Der Mensch als Humankapital mit niedrigen Einkommen weil der Wettbewerb in der Globalisierung das fordert.

„Schöne neue Arbeitswelt“?

In der gesetzlichen Krankenkasse haben wir bereits die Abkopplung der paritätischen Finanzierung von Beiträge. Der Arbeitgeberbeitrag ist gedeckelt. Die Zusatzbeiträge zahlt der Arbeitnehmer alleine. Kommt das auch für die Rente in frage? Die Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenze und die paritätische Finanzierung der Rentenbeiträge dürfte, unter dem Begriff „Wettbewerbsfähig“ den Arbeitgebern gar nicht schmecken. Die Lohnkosten steigen.

Alle Bürger in die gesetzliche Rentenversicherung?

Und eine Mindestrente von 1050 Euro? Sollte die Beitragsbemessungsgrenze wirklich fallen, müssten die dann späteren Renten erhöht werden. Oder man deckelt, wie in der Schweiz, die Höhe der Rentenansprüche bei der Auszahlung. Das hilft aber auch nur, wenn die Arbeitgeber in der paritätischen Beitragsfinanzierung bleiben.