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Geschieden, auch finanziell.

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Finanzen

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SchwachSuper 


Bei Scheidung geht’s zur Kasse.

Eine Scheidung ist ein teures Unternehmen. In vielen Fällen wird gestritten was die Rechtsanwälte her geben. Anwaltskosten, Gerichtskosten, Versorgungsausgleich.

Die Ehe ein Auslaufmodell?

Laut statischem Bundesland wurden 2015 aus 1.000 Einwohnern 4,9 % Ehen geschlossen und 2 % geschieden. Je nach Ehedauer macht sich das im Versorgungsausgleich stark bemerkbar.
Neben Hab und Gut, Sparguthaben, Aktien, etc. das geteilt wird, betrifft es auch die Altersvorsorgen. Darunter fallen:

  • Beamtenversorgung,
  • Berufsständische Versorgung z.B. Anwaltsversorgung, Ärzteversorgung, etc.
  • Berufsunfähigkeitsrenten,
  • Betriebliche Altersvorsorge, bei Zahlungen einer Rente,
  • Erwerbsunfähigkeitsrenten
  • Gesetzliche Rentenversicherung,
  • Private Rentenversicherung.

Der sozial schwächere, der sozial stärkere.

Wer weniger verdient, der hat einen geringeren Rentenanspruch. Der Versorgungsausgleich soll dafür sorgen das, nach der Scheidung, ein Ausgleich geschaffen wird. Unterschieden wird zwischen „altem“ Versorgungsausgleich und „neuem" Versorgungsausgleich. Eingeführt wurde der Versorgungsausgleich zum 01. Juli 1977.

Partnerschaft in der Ehe.

Durch den Versorgungsausgleich wurde (meistens die Ehefrau) in der Rente gleichgestellt. Vorher galt die „Hausfrauenehe“. Der Mann war für die Finanzen zuständig, die Frau für Haus und Kindererziehung. Bei einer Scheidung, es galt bis dato noch das Verschuldungsprinzip, ging die Ehefrau meistens leer aus.

Im Zuge der weiteren Berufstätigkeit der Frau wurde quasi auch der Versorgungsausgleich geschaffen. Grund; Frauen sind bis heute mehrheitlich für die Kindererziehung und die Pflege von Angehörigen „zuständig“. Auch wenn der Gesetzgeber von theoretisch anderen Voraussetzungen ausgeht. Frauen verdienen mehrheitlich immer noch weniger als Männer.

Bei Scheidung werden beide Ehepartner gleichgestellt.

Beide Ansprüche der Ehepartner werden, für die Ehezeit, zusammengerechnet und durch 2 geteilt. So könnte man es vereinfacht darstellen, auch wenn diverse Ausnahmen bestehen. Zum Beispiel bei Ehen unter einem Jahr, dann prüft der Rententräger ob hier nicht eine reine „Versorgungsehe“, Witwenrente, Witwerrente, eingegangen wurde. Auch eine Ehevereinbarung, Ehevertrag,  kann zu „Ausnahmen“ führen.

Versorgungsausgleich erfolgt automatisch.

Das Familiengericht führt den Versorgungsausgleich durch. Seit 2005 auch den Versorgungsausgleich von eingetragenen Partnerschaften. Hier sind eingetragene Partnerschaften und Ehe gleichgestellt. Es ist ratsam die dann erhaltenen Renteninformationen, also im Jahr nach der Scheidung, genau zu prüfen ob und wie der Versorgungsausgleich erfolgt ist.

Siehe dazu auch: Information Deutsche Rentenversicherung.