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GKV, befreit von der Zuzahlung und Steuer.

Geschrieben von Bernd Hirmerse am . Veröffentlicht in Krankenversicherung

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Steuern sparen, Kosten für die Gesundheit.

Die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) zahlen längst nicht alle medizinischen Leistungen. Auch bei Heilmitteln und Hilfsmitteln muss der Versicherte in den eigenen Geldbeutel greifen, Zuzahlungen. Das nennt sich dann zumutbare Eigenbeteiligung.

Einkommensteuergesetz kurz EStG.

Darunter findet sich folgendes. Einkommensteuergesetz (EStG) § 33 Außergewöhnliche Belastungen. Hier wird geregelt was als „außergewöhnliche Belastung“ oder anders ausgedrückt als zumutbar, seitens der Steuergesetzgebung anerkannt wird oder eben auch nicht.
Und: nur auf Antrag!

Zuzahlungsbefreiung und außergewöhnliche Belastung.

Krankenkasse: Unterscheiden kann man in dem Bereich die Befreiung der Zuzahlungen bei der Krankenkasse. Ebenfalls auf Antrag und Prüfung.

Gilt nicht für den Zusatzbeitrag der gesetzlichen Krankenkassen.

Steuer: Die Minderung der Steuerlast durch außergewöhnliche Belastungen in der Steuererklärung.

Beide, die Befreiung der Zuzahlungen und die Minderung der Steuerlast sind von vielen Faktoren abhängig.

Einkommen, Familienstand, Zumutbarkeit.

Über der zumutbaren Belastung: Az.: VI R 32/13 und VI R 33/13, Urteil Bundesfinanzhof. Die zumutbare Belastung wird einzeln errechnet.

So gilt für einen Single eine andere Berechnung als für den Familienvater / Familienmutter, mit und wie viel oder ohne Kinder, Doppelverdiener oder allein Verdiener. Alleinerziehend mit wie vielen Kindern, und so weiter.

Gesundheitsrechnungen sammeln.

Grundsätzlich sollte alle Rechnungsbelege im Bereich der Gesundheitsausgaben gesammelt werden. Der Gesetzgeber sagt; (pauschal betrachtet) Rechnungen für medizinisch anerkannte Leistungen.

Da sind verordnete Medikamente, Heilmittel, Hilfsmittel. Zum Beispiel: Zähne, Brille, Hörgeräte, Rollatoren, Rollstühle, etc.
Nicht zu vergessen die Pflegekosten von Angehörigen und Familienmitgliedern.

Zusammengerechnet kann das mit den Zuzahlungen für Medikament, Heil- und Hilfsmittel, Zuzahlungen für Krankenhausaufenthalte, Reha und Kuren, eine hübsche Summe ergaben.

Die dann wiederum die „Zumutbarkeit“, im Verhältnis zum Einkommen (Rente) und Familienstand,  übersteigen.

Steuerpflichtige Rentner.

Viele ältere Menschen, also die Rentner, „leisten“ sich eine Haushaltshilfe ohne die Einstufung in eine Pflegestufe. Dazu kommen eventuell diverse Medikamente, Heil- und Hilfsmittel und therapeutische Verordnungen. Oder auch Verornungen welche als Privatrezept ausgestellt werden.

Da Rentner generell betrachtet steuerpflichtig sind, lohnt das Nachrechnen über die Zumutbarkeit allemal.

Komplizierte Steuergesetzgebung.

Kaum ein „normal sterblicher Bürger “ steigt durch diesen Wust an Steuerverordnungen durch. Hilfe bieten Steuerberater und der VdK.
Gerade für Rentner, ohne wesentlichen Nebeneinkünfte, kann der VdK hilfreich sein. Für alle Andern lohnt sich eventuell dann der Steuerberater doch.