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Schummeldiagnosen, mehr Geld vom Gesundheitsfonds.

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Krankenversicherung

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Kennen sie ihre Krankenakte?

Folgen für Patienten? Immer wieder lesen wir von einem Geschummel in den Diagnosen welche die GKVen für Patienten abrechnen. Viele chronisch Kranke, viel Geld aus dem Gesundheitsfonds.

Viele Patienten wissen gar nicht wie „krank“ sie sind.

Und genau hier liegt der Haken. Wer sich privat Zusatzversichern will, der sieht sich mit mehr oder weniger Gesundheitsfragen konfrontiert. In allen Versicherungen der biometrischen Risiken werden Gesundheitsfragen gestellt.

Die Gesundheitsfragen dienen, u. a. zur Risikoanalyse der Versicherungen. Im schlimmste Fall kann der Versicherer Risikozuschläge verlangen oder den Versicherungsantrag ganz ablehnen.

Oftmals kommt die „Diagnose“ aber erst im beantragten Leistungsfall zu Tage.

Die Schweigepflichtentbindung lässt den Versicherer nun in die Krankenakte schauen. Und der Patient? Wenn das mit den Schummeldiagnosen stimmt, dann hat er wirklich von nichts gewusst. Daraus kann ein langer Rechtsstreit entstehen.

GKVen versuchen zu tricksen?

Jedenfalls scheint es so. Der Chef der Techniker Krankenkasse Jens Baas meint dazu; „die Krankenversicherungsbeiträge könnten niedriger sein wenn diese Mogeleien nicht wären“.

Mit anderen Worten; die GKVen machen nicht nur die GKV-Versicherten kränker als sie wirklich sind, sondern treiben mit diesen Mogeleien auch die Krankenkassenbeiträge in die Höhe.

Anreize für Ärzte finanziell lohnend.

Angeblich sollen die gesetzlichen Krankenkassen die Ärzte auch finanziell dafür vergüten das die ihre Patienten kränker machen als sie tatsächlich sind. Das Ziel, mehr Geld für die Krankenkassen aus dem Gesundheitsfonds, dem Risikostrukturausgleich (RSA) zu bekommen.
Wenn dem so ist, dann wäre das auch gesetzmäßiger Betrug. Was taugt die sogenannte paritätische Selbstverwaltung?