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Das Märchen von der unrentablen Deutschen Rentenversicherung Bund*

Geschrieben von Dr. Fiala am . Veröffentlicht in Vorsorge

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München im August 2017 PM Dr. Johannes Fiala / Dipl.-Math. Peter A. Schramm. Freigegeben zu Veröffentlichung für D&P DAS Netzwerk Dübbert & Partner.

Wann eine kapitalgedeckte Altersversorgung vergleichbar wäre.

Die Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV) lässt ihre Versicherten wissen, dass insbesondere freiwillige Einzahlungen zu einer jährlichen Rente in Höhe von 5,18% führen. Dabei eine Rendite vergleichen zu wollen ist vielfach unsinnig, denn dazu wären die steigenden Auszahlungen zu betrachten, eingeschlossen die steigende Lebenserwartung. Die Antwort auf die Frage nach der Rendite lautet: „Warten Sie, bis Sie tot sind, dann können wir es ausrechnen !“.

Freiwillige Beiträge zur gesetzlichen Rente.

Bei der DRV kann man freiwillig einzahlen, oder auf Antrag, auch bei anderweitiger Versicherungspflicht in einem Versorgungswerk, sowie wahlweise bei einem Minijob, aber auch nach Rentenbeginn beim Bezug einer Teilrente.

Der Beitragssatz 2014 zur gesetzlichen Rentenversicherung (RV) betrug 18,9 %, das Durchschnittentgelt 34.857 EUR, davon 18,9 % ergibt 6.588 EUR Beitrag. Dafür gibt es einen Rentenpunkt, und dafür 28,61 EUR Monatsrente. Bezogen auf den Beitrag sind das im Jahr 5,21 %. Mit Zuschuss von 7,3 % für PKV-Versicherte – Mitglieder der privaten Krankenversicherung - sogar 5,59 %. Bei GKV-Versicherten – Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung - nach Abzug von Krankenversicherung (KV) und Pflegeversicherung (PV) - ohne Kinder: 15,5 % + 2,3% abzüglich 7,3 % Zuschuss - verbleiben immerhin noch 4,66 % netto. Für 2015 lohnt es sich sogar noch besser, da der Beitragssatz auf 18,37 % fällt.

Freiwillige Beiträge in eine kapitalgedeckte Lebensversicherung.

80 % des Beitrags (jährliche Höchstgrenze: 22.172 EUR bei Ledigen bzw. 44.344 EUR bei Verheirateten) sind 2015 als Sonderausgabe abziehbar, und 70 % der Rente bei Rentenbeginn ab 2015 zu versteuern. Das kann die Relation netto nach Steuern nochmal deutlich steigern.

Eine Sofortrente bei einem deutschen Lebensversicherer, mit Rentenbeginn ab 65 Jahren, würde derzeit auf den Beitrag garantiert nur 3,95 % Jahresrente zahlen, mit nicht garantierten Überschüssen 4,91 %. Dabei gäbe es bei Tod die Beiträge abzüglich gezahlter Renten zurück, bei der DRV gibt es im Todesfall dafür eine Witwenrente – beides kann man ungefähr vergleichen. Bei der Privatrente gibt es für den Beitrag normalerweise keine Steuervorteile (außer ggf. im Rahmen der Vorsorgeaufwendungen, wenn da noch etwas steuerlich frei ist), dafür ist aber auch bei der Rente nur der niedrige Ertragsanteil zu versteuern. Es wird - bei Mitgliedern der Krankenversicherung (KV) der Rentner - keine KV/PV davon fällig, es gibt aber auch bei PKV-Versicherten oder freiwillig GKV-Versicherte keinen Zuschuss.

Ist die private Sofortrente eine Basisrente, so sind die genannten Beträge auch steuerlich vergleichbar mit einer Rente der DRV. Ohne Überschüsse liegt die Privatrente also weit hinter der DRV abgeschlagen, mit erhofften Überschüssen nur knapp auf. Die Dynamik der Rente (Rentenanpassung) sind in Privat/Basisrente und in der DRV brutto etwa vergleichbar.