Dübbert & Partner DAS NETZWERK, Versicherungsprüfung, Anlageprüfung, leistungsorientierte und beitragsoptimierte Tarife, das Auswerten des "Kleingedruckten" durch Fachmakler (biometrische Risiken), Fachanwälte (Bank- und Kapitalmarktrecht), gerichtlich zugelassene Rentenberater.

>Zum Datenschutz finden Sie die Ausführungen hier unter diesem Link<

Beiträge

Drucken

Das Märchen von der unrentablen Deutschen Rentenversicherung Bund*

Geschrieben von Dr. Fiala am . Veröffentlicht in Vorsorge

Bewertung:  / 35
SchwachSuper 

Hinterbliebenenschutz gestalten.

Dabei können Personen ohne Hinterbliebene die Privatrente etwas steigern, indem sie auf die Rückzahlung im Todesfall verzichten - da würde ja auch in der DRV die Rente mit dem Tod enden.

Bei unverheirateten Paaren wäre die Hinterbliebenenleistung nur in der Privatrente gestaltbar. Bei Basisrente und DRV müsste man es extra absichern, z. B. über eine Risikolebensversicherung.

Die „Rendite“ in der DRV lässt sich steigern, indem man PKV-versichert ist oder einen sehr jungen Ehepartner mit hoher Lebenserwartung hat. Muslime können das Risiko, dass die Witwe nach ihrem Tod dann doch zufällig rasch stirbt, streuen. Hindus hingegen brauchen keine Witwenrente, wenn sie dem Brauch der Witwenverbrennung folgen. Durch pränatale Diagnostik hat sich die Zahl schlecht behandelter Frauen in Indien allerdings ohnehin bereits stark reduziert. Dass Hinterbliebene die Rente weiterbezogen haben, indem sie die Knochen des Rentners in einem Rucksack verpackten, ist im Land der vielen – angeblich lebenden - Hundertjährigen schon vorgekommen.

Grundsicherungsrente trotz Riestervorsorge.

Bis zu mehr als 25% der Bevölkerung braucht allerdings über Renditen oder Auszahlungen gar nicht erst nachzudenken, denn ihnen ist es nicht mehr möglich etwas zur Seite zu legen. Wer sowieso künftig eine Mindestrente nach dem Modell der Grundsicherung zu erwarten hat, braucht auch nicht darauf hoffen, dass er über die kapitalgedeckte Riesterrente seine Einnahmen aufbessert, denn diese Leistungen werden derzeit vollständig angerechnet.
Risikostreuung statt Spekulation auf vermeintlich höhere Rendite.

Regelmäßig sind von Finanzdienstleistern beworbene Renditen einschließlich deren Prognoseberechnungen keineswegs sicher, und eröffnen allenfalls spätere Möglichkeiten für Klagen auf Schadensersatz oder Rückabwicklung. Anstatt vermeintliche von der Zukunft abhängige Renditen zu optimieren, erscheint es meist sinnvoller die Risiken zu streuen.

Grundsätzlich spricht nichts dagegen, gleiche Teile aus DRV, Betriebsrente (Direktzusage), kapitalgedeckte Renten (Basisrente oder Privatrente), Fremdvermietung, selbst genutztes Wohneigentum, sonstige Kapitalanlagen in Real- und Nominalwerten, sowie Arbeitseinkommen zu planen. Ergänzen lässt sich dies durch Flexibilität beim Rentenbeginn insbesondere auch bei Selbständigen oder einen Trend zum Zweitjob. Daneben kann man noch eine mit den Lebenshaltungskosten dynamisierte Leibrente, wie sie auch von kapitalkräftigen Stiftungen angeboten wird, oder alternativ eine Erbpacht einkaufen, abgesichert durch Grundschuld.

Wesentlich ist vor allem, dies insgesamt in einer Höhe zu gestalten, die es erlaubt, flexibel einen größeren Anteil wieder zu reinvestieren. Dies folgt der Beobachtung, dass allein eine übliche etwa 20%ige Sparleistung vom Einkommen mit zunehmender Häufigkeit zu einer Rente unterhalb der Grundsicherung führt. Wer heute schon nicht mehr für das Alter vorsorgen kann, weil er sein Einkommen zum Leben braucht, muss sich vergegenwärtigen, dass er später dann mit noch weit weniger auskommen müsste.

*von Dr. Johannes Fiala, RA (München), RB, MBA Finanzdienstleistungen (Univ.), MM (Univ.), Geprüfter Finanz- und Anlageberater (A.F.A.), LB (Univ.), Bankkaufmann (www.fiala.de)
und
Dipl.-Math. Peter A. Schramm, Sachverständiger für Versicherungsmathematik (Diethardt), Aktuar DAV, öffentlich bestellt und vereidigt von der IHK Frankfurt am Main für Versicherungsmathematik in der privaten Krankenversicherung (www.pkv-gutachter.de).