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PKV kürzt Zahnlaborkosten auf GKV-Niveau

Geschrieben von Dr. Fiala am . Veröffentlicht in Krankenversicherung

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Versicherungsmaklerhaftung nach PKV-Abschluß und Versicherungswechsel

Nur selten prüfen Makler, ob beispielsweise eine uneingeschränkte Leistung für Zahnersatz ohne ausdrückliche Bezugnahme auf BEB - bei der dann aber über die immer mögliche Angemessenheitsprüfung eine Reduzierung auf BEL möglich wäre - besser ist, als eine ausdrückliche Einschränkung auf BEL oder gar eine Einschränkung auf zumindest etwas zwischen BEL und BEB über ein Leistungsverzeichnis des Versicherers. Im Leistungsfall könnte sich dann herausstellen, dass der (uneingeschränkt) als besser vom Makler empfohlene Tarif tatsächlich der schlechtere war. Gerade bei Versicherten, die nicht über die nötigen finanziellen Polster verfügen, um selbst etwas drauf zu bezahlen, wird der Makler gerade die ggf. auch teureren Tarife mit den besseren Leistungen empfehlen müssen.

Vor der PKV sollte eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen werden

Häufig kommt auch eine Maklerhaftung zum Tragen, weil der Versicherungsmakler vergisst, darauf hinzuweisen, dass Leistungsansprüche in solchen sich abzeichnenden typischen Streitfragen gegebenenfalls erst gerichtlich durchgesetzt werden müssen, mit unsicherem Ausgang. Selbst in zu 98 % aussichtslosen  Fällen lehnen manche Krankenversicherer generell bestimmte Leistungen ab und lassen sich lieber – von am Ende doch nur  wenigen - verklagen. Typisch ist, dass Versicherungsvermittler die Versicherungsbedingungen selbst nicht gelesen haben, und daher natürlich den Kunden in dem unbegründeten Glauben belassen, dass alles gut versichert sei. In der Tat kommt es jedoch darauf an, was der Versicherer konkret als Leistungen verspricht – und worauf er sich zurückziehen kann, wenn überraschend bei der PKV gespart werden muss. Dann sind z. B. Verblendungen bei den Zähnen plötzlich niemals mehr medizinisch notwendig.

Freiwillige Zusatzhonorare ohne Erstattungsanspruch gegenüber der PKV

Dem Zahnarzt steht natürlich das zu, was er mit dem Patienten vereinbart hat, bis zur Wuchergrenze, also auch über das vom Versicherer getragene Angemessene deutlich hinaus, ebenso dem Physiotherapeuten u. a. Allerdings gelten für solche Vergütungsvereinbarungen strenge gesetzliche Formalien, die eingehalten werden müssen - sonst schuldet der Patient auch nur das Angemessene. Die Vereinbarung muss vor Beginn der Behandlung abgeschlossen werden, und muss beispielsweise den Hinweis enthalten, dass eine Erstattung durch die PKV möglicherweise nicht in vollem Umfang gewährleistet ist. Wer aber meint, dass Versicherer dies dann auch erstatten müssten, befindet sich genau wie derjenige im Irrtum, der unkritisch nach einem Unfall einen zu teuren Mietwagen in Anspruch nimmt.

Nichtige Vergütungsvereinbarungen vom Zahnarzt

Es gehört zu den Tricksereien einige Zahnärzte, dass sie erst mal mit der Behandlung beginnen, und den Patienten „einspritzen“. Dann liegt der Fall ähnlich, wie bei einer Not- und Schmerzbehandlung – die dann erst abgezeichnete Vergütungsvereinbarung ist nichtig. Ein Heil- und Kostenplan würde ebenfalls nicht als Vergütungsvereinbarung anerkannt.