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Absenkung Höchstrechnungszins Lebensversicherung

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Pressemappe

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Ab 2017 nur noch 0,9 Prozent

Tiefstand der Lebensversicherung

Am 30.Mai 2016 wurde im Bundesgesetzblatt die Absenkung des Höchstrechnungszins für Lebensversicherungen veröffentlicht. Der neue Zins greift zum 1. Januar 2017. Das ist der niedrigste Stand den die Lebensversicherung zu verzeichnen hat.

Es war ein mal

  • bis 1986 waren es 3 Prozent
  • von 1987 bis 1994 waren es 3,5 Prozent
  • von 7/1994 bis 6/2000 waren es 4 Prozent
  • von 7/2000 bis 12/2003 waren es 3,25 Prozent
  • von 1/2004 bis 12/2006 waren es 2,75 Prozent
  • von 1/2007 bis 12/2011 waren es 2,25 Prozent
  • von 1/2012 bis 12/2014 waren es 1,75 Prozent
  • von 1/2015 bis 12/2016 waren es 1,25 Prozent
  • ab 1/2017 sind es nunmehr 0,90 Prozent (Quelle: BaFin, BMF, GDV)
  • Es kann aber wohl auch noch weniger werden (?).

Lebensversicherer in Not

Nicht nur das die Zahl der Neuabschlüsse erstmals drastisch sinkt, auch die vormaligen Garantiezinsen machen den Versicherern zu schaffen. Die „Hochrechnungen“ in den Lebensversicherungspolicen gehören schon lange der Vergangenheit an. Selbst Riester-Verträge verzeichnen erstmals mehr „Stilllegungen“ als Neuabschlüsse. Lediglich die Wohn-Riester ist noch einigermaßen in der Nachfrage. Aber selbst das könnte sich mit dem neuen Gesetz zur Wohnimmobilienkreditrichtlinie der EU ändern.

Sparen für die Rente

Das die Riester-Rente und auch die Rürup-Rente nicht den gewünschten Erfolg gebracht hat, dass ist bekannt. Die ersten Politiker sind schon für eine Rückabwicklung der Riesterrenten oder eine Überführung in die gesetzliche Rentenkassen.

Aber auch die betriebliche Altersvorsorge hat so ihre Tücken. Das nicht nur für den Arbeitgeber, sondern, bei diesem niedrigen Stand der „Garantieverzinsung, auch für den Sparer.

Zumal für den gesetzlich Krankenversicherten und den späteren Rentner hier noch die Steuer und die Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge abgerechnet werden müssen. Aus heutiger Gesetzgebung jedenfalls.

Versicherungen verabschieden sich von den Garantien

Und das kann der Versicherungsnehmer auch. Nun bleibt aber die Frage was dann? Garantien gehen zu Lasten der Rendite. Rendite wiederum hat was mit Risiko zu tun. Ein „hohes“ Rendite-Versprechen birgt also demzufolge auch ein hohes Risiko der tatsächlichen Zinsen, und / oder Verluste.

Wie lange Mario Draghi die Niedrig-Zinspolitik weiter fährt ist ungewiss. Es wird wohl noch ein paar Jahre andauern.