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Arbeitslos oder Krank, 20 bis 40% weniger Einkommen

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Pressemappe

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Wenn das Geld fehlt

Krankengeld ist nicht Brutto für Netto

Die Arbeitsmarktzahlen sind so positiv wie lange nicht mehr. Wer arbeitslos wird erhält ein Jahr Arbeitslosengeld I danach folgt das Arbeitslosengeld II. 6 Wochen Lohnfortzahlung, danach folgt das Krankengeld über die gesetzliche Krankenkasse.

Ca. 40% weniger Einkommen bei Arbeitslosigkeit

Das Arbeitslosengeld I richtet sich nach Einkommen, Familienstand, Steuerklasse und Ost / West.
Die Berechnung erfolgt mit dem sogenannten „Tagessatz“. Grundlagen der Berechnung sind das Einkommen der letzten 12 Monate, sowie (falls vorhanden) Urlaubs- und Weihnachtsgeld.

Abzüge: Die Sozialversicherungsbeiträge werden mit 21% abgezogen. Weiter abgezogen werden die Lohnsteuer und der Solidaritätsbeitrag.

Das ergibt dann den Leistungssatz. Davon erhält der Arbeitslose rund 60% als Arbeitslosengeld ohne Kinder, runde 67% mit Kindern.

Dann folgt das Arbeitslosengeld II (Hartz 4)

Ca. 20% weniger beim Krankengeld nach 6 Wochen

Wer länger als 6 Wochen im Krankenstand ist, der bekommt von der gesetzlichen Krankenkasse Krankengeld. Das gilt für „abhängig“ Beschäftigte. Maximal 78 Wochen für die gleiche Erkrankung.

Und maximal bis zur Beitragsbemessungsgrenze. Wer also über dieser Beitragsbemessungsgrenze liegt und freiwillig in der GKV versichert ist, der zahlt auf den Übersteigenden Teil keine Krankenversicherungsbeiträge und dieser übersteigende Teil wird nicht auf das Krankengeld angerechnet. Somit ist die Lücke bei den „Gutverdienern“ noch größer als bei denen unter der Beitragsbemessungsgrenze.

Selbständige müssen sich privat absichern. Viele gesetzliche Krankenkassen sind nicht bereit Selbständige mit einem Krankengeld zu versichern.

Berechnung Krankengeld

70% vom letzten Bruttogehalt / 90% vom letzten Nettogehalt. Beispiel: Bei einem Netto von ca.1.400 Euro bekommen sie Netto ca. 1.090 Netto an Krankengeld.

  • Abgezogen werden

  • Rentenversicherung mit 9,35%
  • Arbeitslosenversicherung mit 1,5%
  • Pflegeversicherung mit 1,43%

Lücken schließen

Mit einer Krankentagegeld-Zusatzversicherung können Sie die Lücke zwischen Nettogehalt und Krankengeld schließen. VORSICHT mit den Gesundheitsfragen vor Abschluss.

Anders sieht es bei Arbeitslosigkeit aus

Diverse Versicherungen bieten einen sogenannten „Einkommensschutzbrief“ an. Hier sind Arbeitslosigkeit und Krankengeld „versichert“. Die Überschrift klingt gut. Die Fallen liegen wiederhol im Kleingedruckten.

Bedenken Sie immer; keine Versicherung wird ein „brennendes Haus“ versichern. Mit anderen Worten, die Fragen zum Versicherungsschutz müssen wahrheitsgetreu beantwortet werden. In den Gesundheitsfragen als auch in den Fragen zum Einkommen.

Siehe auch: berufsunfähig, dienstunfähig und dann...

Gerne stehen unsere Experten zu allen Fragen Rede und Antwort.