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Beitragsersparnis PKV und UKassen

Geschrieben von Dr. Fiala am . Veröffentlicht in Pressemappe

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Beitragsersparnis durch Unterstützungskasse (UK)

Ein höherer Selbstbehalt bietet in der PKV oft eine erhebliche Beitragsersparnis. Die Unterstützungskasse setzt hier mit weiteren Gesundheitsplänen an, in denen diese Selbstbehalte aufgefangen werden, wobei die Beitragsersparnis in der PKV meist deutlich höher ist als der Beitrag für den betreffenden Gesundheitsplan. So werden auch Tarifwechsel in der PKV nochmals interessanter.
Für GKV-Versicherte gibt es ein Angebot mit Vorsorgeleistungen, Heilpraktiker, Sehhilfen und Erstattung von Zuzahlungen.

Garantierte Aufnahme mit Einschränkungen

Die „Unterstützungskasse Carta Mensch“ verspricht garantierte Aufnahme ohne jede Gesundheitsprüfung.  Allerdings gibt es eine Wartezeit für bei Teilnahmebeginn laufende Behandlungen und solche, die in den ersten 3 Monaten begonnen wurden, denn für diese erfolgt bis zu deren Abschluss keine Erstattung. Einige Gesundheitspläne sehen auch eingeschränkte Leistungsstaffeln in den ersten Jahren vor. Und für Erkrankungen, die bei Teilnahmebeginn bestanden bzw. in den letzten 5 Jahren davor behandelt wurden, sowie deren Folgen erfolgt erst nach Ablauf von drei Jahren für dann erforderliche Behandlungen eine Leistung. Die Unterstützungskasse kann jedoch auf Antrag diese Leistungen ggf. zu besonderen Bedingungen einschließen.

Ein vertragliches Kündigungsrecht hat die Unterstützungskasse nicht. Die Beiträge können angepasst werden, jedoch nur gleichmäßig in jedem Gesundheitsplan – ferner sind zum Teil altersbedingte Erhöhungen vorgesehen.  
Einen formalen Rechtsanspruch auf bestimmte Leistungen räumt die Unterstützungskasse nicht ein, denn das darf sie nicht, weil sie dann eine Versicherung wäre. Die Unterstützungskasse will jedoch auf Gleichbehandlung aller Mitglieder achten und bei ihrer konkreten  Leistungsentscheidung Billigkeitsgesichtspunkte beachten.

PKV auf dem Rückzug?

Beabsichtigt die „Unterstützungskasse Carta Mensch“ den Rückzug der PKV in eine Grundversorgungsnische?  Da sie keinen Rechtsanspruch anbieten darf, kann sie selbst nicht die Versicherungspflicht erfüllen, wie Gerichte bei anderen Kranken-Unterstützungskassen bereits festgestellt hatten. Dazu reicht indes ein PKV-Tarif für lediglich ambulante (ohne Zahn-) Leistungen und Mehrbettzimmer im Krankenhaus. Auch die Gebührenordnung kann eingeschränkt werden, ebenso der Erstattungsrahmen für Heilmittel, unter anderem. PKV-Tarife ohne Psychotherapie kommen ebenfalls vor, so dass auch dies zulässig sein dürfte. Und schließlich kann das Ganze noch mit einem jährlichen Selbstbehalt von 5.000 Euro versehen werden. Am Ende kostet diese gesetzeskonforme PKV-Grundversorgung vielleicht noch monatlich 75 Euro Prämie inklusive Alterungsrückstellung  – alles darüber hinaus könnte dann die Unterstützungskasse abdecken.

Heute gibt es solche PKV-Billig-Angebote noch nicht – dafür aber tut es jetzt auch der Notlagentarif und dies sogar mit altersunabhängigen Prämien ganz ohne Alterungsrückstellung.

Letztlich muss die PKV jedermann, der ihr zuzurechnen ist, mindestens im Basistarif aufnehmen, von wo er dann durch schlichte Einstellung der Beitragszahlung in den Notlagentarif umgestellt wird, um seine Versicherungspflicht künftig dort zu erfüllen, mit höherwertigen Wunschleistungen über eine Kranken-Unterstützungskasse.