Dübbert & Partner DAS NETZWERK, Versicherungsprüfung, Anlageprüfung, leistungsorientierte und beitragsoptimierte Tarife, das Auswerten des "Kleingedruckten" durch Fachmakler (biometrische Risiken), Fachanwälte (Bank- und Kapitalmarktrecht), gerichtlich zugelassene Rentenberater.

>Zum Datenschutz finden Sie die Ausführungen hier unter diesem Link<

Beiträge

Drucken

Bismarck war revolutionär in der Sozialversicherung

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Pressemappe

Bewertung:  / 1
SchwachSuper 

 

Wirtschaft und Soziales, Kapital und Sozial?

Revolutionär sind heutige Reformen in der Sozialversicherung längst nicht mehr.
1889 wurde unter Bismarck die gesetzliche Rentenversicherung eingeführt. Es folgten die Krankenversicherung, die Unfallversicherung und aus der Neuzeit die Pflegeversicherung. Dazu das Abkoppeln der Altersvorsorge aus den Staatlichen Sicherungssystemen 1992 in die Kapitaldeckung. 2002 der Rechtsanspruch einer betrieblichen Altersvorsorge.

Gekoppelt Arbeit und Beitrag

Nun haben sich die Arbeitswelt und die Arbeitsbiografien seit 1889 aber stark verändert. So müsste man jetzt davon ausgehen das sich im Laufe von 127 Jahren auch die Sozialversicherung mit geändert hat und der Neuzeit grundlegend angepasst wurde. Betrachtet man die einzelnen Sozialgesetzbücher (SGB) sind die Grundlagen heute die Gleichen wie damals. Zwar findet man Reformen, Ergänzungen, neue Auslegungen, Kommentierungen und diverse Veränderungen aber nicht DIE Anpassungen an die neuen Herausforderungen für das 3. Jahrtausend.

Parteitaktik, Wahltaktik und wenig Sachverstand?

Führende Ökonomen und Sozialwissenschaftler liefern zusammen mit dem Blick ins Ausland zu unseren Nachbarländern vernünftige Lösungen. Alle keine Allheilmittel aber wert darüber nachzudenken. Hierzulande wird aber lieber das Rad neu erfunden als grundlegende Reformen einzuleiten.

Zwischen Wirtschaft und Sozial

Einerseits verteuert jeder Cent an mehr Sozialversicherungsbeiträgen den Faktor Arbeit und die (angebliche) Wettbewerbsfähigkeit, anderseits werden ganze Gruppen (Selbständige, Politiker, Beamte, etc.) im Einzahlen in die Sozialversicherungen außen vor gelassen. Wobei Deutschland zwischenzeitlich an 13 Stelle von 14 EU-Ländern im Lohngefüge liegt. Mit andern Worten ist Deutschland ein Billiglohnland.

Auswirkungen auf die Sozialversicherungen

Niedrige Bruttogehälter, niedrige Einnahmen, niedrige Renten, verarmende Alte. Zu wenig Einnahmen in den Sozialversicherungen. So lange die Sozialversicherungsbeiträge ausschließlich an die Bruttogehälter gekoppelt sind, so lange wird sich das Gezerre zwischen Kapital und Sozial nicht entspannen. Die Leidtragenden aus dieser Politik sind die Bürger. Die Folgen sind Auswanderungen und Abwanderungen von jungen, gut ausgebildeten Fachkräften ins Ausland.