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Durchschnittsverdiener beste Aussichten auf Grundsicherungsrente

Geschrieben von Dr. Fiala am . Veröffentlicht in Pressemappe

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München im April 2017. PM Dr. Johannes Fiala / Dipl.-Math. Peter A. Schramm.
Zur Veröffentlichung freigegeben für D&P DAS Netzwerk Dübbert & Partner.

Vorprogrammierte Altersarmut trotz zusätzlicher privater Vorsorge von Pflichtversicherten*

Weshalb auch Durchschnittsverdiener beste Aussichten auf Grundsicherungsrente haben.

Wer bis zum Alter von 67 Jahren als Arbeitnehmer ununterbrochen mit kontinuierlichem Einkommen beschäftigt ist, kann damit rechnen, wenn er in nicht allzu ferner Zukunft bereits Rentner wird, eine Nettorente in Höhe von 50 % des letzten Nettoeinkommens zu bekommen. Das ermöglicht für den Durchschnittsverdiener ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben - wie es die Bundesregierung ausdrückt - auf Grundsicherungsniveau.

Altersarmut gibt es hierzulande so gut wie nicht.

Wer netto 760 Euro oder mehr im Monat als Gesamteinkommen hat, gilt nicht als absolut arm – über 950 Euro netto gilt er auch nicht mehr als relativ arm und hat er mehr als 1.150 EUR, so gilt er auch nicht mehr als armutsgefährdet. Wenn das Einkommen geringer ist, so empfiehlt die Deutsche Rentenversicherung eine Prüfung, ob Anspruch auf Grundsicherungsrente besteht. Darin sind alle Leistungen enthalten, die auch bei Sozialhilfe gezahlt werden.

Altersarmut scheint für den Gesetzgeber nur dann denkbar, wenn versehentlich kein Antrag auf Grundsicherungsrente gestellt wurde. Darin enthalten sind 382 Euro für den Lebensbedarf von Alleinstehenden im eigenen Haushalt. Ehegatten und Lebenspartner erhalten weniger (345 Euro) und erwachsene Haushaltsangehörige noch weniger (306 Euro), dazu kommt die Warmmiete für eine angemessene Unterkunft – für eine Einzelperson ist das ein Zimmer.

Legale Kürzungen des Existenzminimums.

Zu einer Kürzung kommt es, wenn die Mietkosten zu hoch sind, was zum Umzug zwingt. Manche Gemeinden zahlen auch den Makler, um eine Wohnung jenseits der Gemeindegrenze zu finden. Früher haben sie auch ein Ticket für die Überfahrt mit der Titanic 3. Klasse nach Amerika bezahlt, oder die Näh- und Kochausbildung mit anschließender Reise nach Deutsch-Südwest mit der Woermann-Linie bei sicheren Heiratsaussichten. Etwas anderes ist die Anrechnung aller Einkünfte, etwa auch der Einnahmen aus Riesterrenten.

Allerdings muss der Alleinstehende zunächst sein Vermögen einsetzen, bis davon nicht mehr als ein Schonvermögen i.H.v. 2.600 Euro übrig geblieben ist. Armut wäre damit im Prinzip denkbar, wenn das Arbeitsamt das Existenzminimum - als Sanktion etwa wegen verweigerter Umschulung - um bis zu 30% kürzt. Denn auch wer ein akademisches Studium abgeschlossen hat, kann sich bei anschließender Arbeitslosigkeit kaum einer Umschulung zum Schweißer oder einer Tätigkeit als Zeitarbeiter auf den Spargelfeldern oder in sonstiger prekärer Arbeit entziehen.