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Durchschnittsverdiener beste Aussichten auf Grundsicherungsrente

Geschrieben von Dr. Fiala am . Veröffentlicht in Pressemappe

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Die gesetzliche Rente ist sicher.

Wer gegenwärtig seine persönliche Renteninformation bekommt, dem wird eine Rentenhöhe in Aussicht gestellt, wenn er durchschnittlich gleichbleibend hohes Arbeitseinkommen hätte, ununterbrochen bis Rentenbeginn mit künftig 67. Dabei mindert sich in den nächsten Jahren die Höhe der Rente nach dem Willen des Gesetzgebers noch um 12%. Eine weitere Minderung tritt ein, weil nur ein Grundfreibetrag von 8.354 Euro frei von Einkommensteuer und Solidaritätszuschlag ist, so dass durchaus bis zu 15% Steuerabzug die künftig voll steuerpflichtige Rente zusätzlich mindert.

Hinzu kommt der Abzug von bis zu mehr als 10% für Sozialabgaben, wie etwa gesetzliche Krankenversicherung. Dem sogenannten Eckrentner mit Durchschnittseinkommen werden nach 45 Jahren derzeit Renten von mtl. 1.266 Euro in Aussicht gestellt – tatsächlich darf er künftig real netto nur mit rund 950 Euro rechnen, also ein Viertel weniger.

Auch Arbeitnehmer mit durchschnittlichem Einkommen um die bis zu mehr als 30 TEUR Jahresbruttogehalt haben damit beste Aussichten für ein Leben ohne Altersarmut, also auf Grundsicherungsniveau.

Rentenauskünfte sind mit Abzügen von bis zu mehr als 42% belastet.

Aktuelle Umfragen belegen, dass gerade die Jüngeren und nur bis durchschnittlich Verdienenden namentlich über die Besteuerung sowie über die Höhe ihrer zu erwartenden Nettorente bezogen auf ihr Nettoeinkommen zu über 90 % völlig ahnungslos sind - und daher auch keine Vorstellung davon haben, wie groß eine Lücke im Alter sein wird. Von den Befragten mit Nettoeinkommen unter 2.300 Euro wussten nur 4 % überhaupt, dass die Rente versteuert wird. Die alljährlichen Renteninformationen erscheinen derart unvollständig, dass die Renten-versicherten nicht mal ansatzweise richtig informiert werden.

Rentenillusionen über das tatsächlich am Ende verfügbare Einkommen.

Lediglich 2% der arbeitenden Bevölkerung kann richtig angeben, dass bei heutigem Rentenbeginn davon 74% zu versteuern wären, mit jährlicher Steigerung auf 100% ab dem Jahr 2040. So gut wie niemand weis, dass Rentenerhöhungen stets voll zu versteuern sind. Lediglich 38% der Befragten können die Rentenhöhe zutreffend einordnen, beispielsweise dass die heute 20- bis 34-Jährigen im Schnitt rund 38%, die 50- bis 65-Jährigen hingegen noch rund 51% des letzten Nettogehalt erhalten können. Auch bei diesen werden die künftigen Rentenerhöhungen jedoch die Kaufkraft nicht ausgleichen, so dass auch diese Renten real gegenüber der Lohnentwicklung zurückbleiben und immer weniger wert werden, bis auch sie immer weiter an die Armutsgrenze geraten.

Die Mehrheit der Arbeitnehmer glaubt genug vorgesorgt zu haben, und dies trotz Unkenntnis über die persönliche Rentenhöhe, insbesondere einer weiteren Verminderung um bis zu mehr als 25 % im Rentenniveau netto - gegenüber jenen, die derzeit in Rente gehen. Das aber will man ihnen wohl nicht allzu deutlich sagen, um ihnen die Hoffnung, durch Vorsorge die Rentenlücke schließen zu können, nicht zu nehmen. Aus Sicht des Staates ist es nämlich ausreichend, wenn die zusätzliche Vorsorge zwar nicht den Lebensstandard sichert, aber wenigstens dem Steuerzahler die Auffüllung auf das Grundsicherungsniveau erspart.