Dübbert & Partner DAS NETZWERK, Versicherungsprüfung, Anlageprüfung, leistungsorientierte und beitragsoptimierte Tarife, das Auswerten des "Kleingedruckten" durch Fachmakler (biometrische Risiken), Fachanwälte (Bank- und Kapitalmarktrecht), gerichtlich zugelassene Rentenberater.

>Zum Datenschutz finden Sie die Ausführungen hier unter diesem Link<

Beiträge

Drucken

Gesundheitspolitik: Gefahren der Nachhaltigkeit

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Pressemappe

Bewertung:  / 2
SchwachSuper 

 

Presseinformation . Nr. 24/2013 Berlin / Augsburg, 14. 11. 2013. Freigegeben für DAS Netzwerk Dübbert & Partner.

Weitere Informationen und Presseberichte des DGVP e.V.

Weitere Gefahren für die Nachhaltigkeit der Gesundheitspolitik

Die bisher bruchstückhaft bekannt werdenden Informationen zu den Verhandlungen des Arbeitskreises „Gesundheit und Pflege“ der aktuellen Koalitionsverhandlungen lassen für die Strukturen und Funktionen der Versorgung, Behandlung und Betreuung nichts Gutes erwarten. Die Deutsche Gesellschaft für Versicherte und Patienten (DGVP e.V.) übt Kritik an den aktuellen Verhandlungspunkten und bietet folgende konkrete Verbesserungsvorschläge:

1.
Die notwendige strukturelle und funktionelle Modifizierung der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung soll durch ein Flickwerk von Maßnahmen erfolgen.

Dazu gehört z.B. die Öffnung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für Selbstständige und Beamte und das weitere Festhalten an Zusatzbeiträgen der GKV. Wir fordern dagegen im Sinne der Abschaffung des „Krankheitsbetreuungssystems“, das seit Einführung des Gesundheitsfonds existiert, die Orientierung der gesetzlichen und privaten Versicherungen an den individuellen Anforderungen der Bürger, Versicherten und Patienten.

Für uns ist ein einheitlicher Beitragssatz kein Zeichen von Wettbewerb, sondern von Planwirtschaft. Der Verwaltungsakt der Weiterleitung von Beiträgen durch die jeweilige GKV an den Gesundheitsfonds und die dann notwendige Abrechnung der einzelnen GKV durch den Morbidität-Risiko-Strukturausgleich muss abgeschafft werden. Die Bürger, Versicherten und Patienten sind es nämlich, die diesen administrativen Blödsinn bezahlen und das sollten auch die Koalitionsanwärter eigentlich wissen.

2.
Aus den Kreisen der Verhandlungspartner werden Forderungen nach einem Abbau der Anzahl der Krankenhäuser gestellt. Wir halten dies für unüberlegt, da die vorhandenen Einrichtungen dazu genutzt werden sollten, die wohnortnahe Versorgung der Bürger zu sichern.

Dies wäre möglich, wenn die starren Grenzen zwischen ambulanter, stationärer, pflegerischer, therapeutischer Versorgung, Behandlung und Betreuung beerdigt würden.

Hinzu kommt, dass die irrsinnige Budgetierung nach Berufsgruppen und Institutionen auf dem Altar der Effizienz geopfert werden muss. Somit muss es nicht um Schließungen, sondern um effektivere Nutzung und Vergütungsregelungen gehen.


Deutsche Gesellschaft für Versicherte und Patienten/ DGVP e.V. für Gesundheit. Geschäftsstelle: Beethovenstraße 2, 86150 Augsburg, Tel. 0821 50867960, Fax 0821 50867969, E-Mail: info(at)dgvp.de - www.dgvp.de
Hauptsitz: c/o Residenz am Dt. Theater Reinhardtstr. 29 10117 Berlin Tel. 030- 280081 981 Internet: www.dgvp.de;