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Optimierung des Versorgungsausgleichs, auch bei laufender Ehe

Geschrieben von Dr. Fiala am . Veröffentlicht in Pressemappe

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München im Mai 2016 - PM Dr. Johannes Fiala / Dipl-Math. Peter A. Schramm

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Optimierung des Versorgungsausgleiches, auch bei laufender Ehe*

Wie eine höhere Versorgung mit geringerem Aufwand erreicht werden kann

Beim Versorgungsausgleich gibt es derzeit (noch) die Möglichkeit betriebliche Altersversorgung (bAV) beispielsweise im Falle der Scheidung „extern zu teilen“, § 17 Versorgungsausgleichsgesetz (VersAusglG). Betroffen sind Direktzusagen (auch Pensionszusagen genannt) sowie Anrechte gegenüber einer Unterstützungskasse. Der Begünstigte Ehegatte erhält dann ein Anrecht in Höhe des Ausgleichswertes beim gleichen, und wahlweise vorrangig bei einem anderen Versorgungsträger, § 15 VersAusglG. Der Ausgleichswert ist als Kapitalbetrag zu bezahlen, § 14 VersAusglG. Eine Oppositionspartei im Bundestag möchte diese gesetzliche Option abschaffen

Externe Teilung durch Übertragung eines Kapitalwertes

Bei der externen Teilung wird ein Kapitalwert übertragen, aus dem aber teils wesentlich geringere Renten (zu aktuellen Konditionen) finanziert werden können, als die hälftige beim Ausgleichsverpflichteten.

Die Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) hat nachgerechnet

Ein Rechenbeispiel, veröffentlicht unter dem 17.03.2015, zeigt zum Stichtag 30.11.2015 (dazu unten), dass die Übertragung in einen kapitalgedeckten Anbieter nur 170 EUR Monatsrente liefert, diejenige zur Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV) aber 220 EUR (was dann schon in dem Beispiel dem Ergebnis halbe Rente bei interner Teilung entspräche).

Entscheidungsfehler und Falschberatung kosten Betroffene am Ende bis zu mehr als 100.000 Euro – so wie manche Geschiedenen die Option nicht kennen, nach der aktuellen Rechtslage nachrechnen zu lassen, um sodann eine nachträgliche Aufbesserung zu erhalten.

Gesetzliche Rente schlägt Privatrente

Die Höhe der Rente aus der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV) ist demnach besser als irgendeine neue Kapitaldeckung. Dies gilt natürlich nicht nur bei der Übertragung von Versorgungskapital, sondern für jedes Kapital, für das man eine Rente haben will.

Ausgleichsberechtigte sollten derzeit die DRV statt einer Kapitalgedeckten Einrichtung als Zielanbieter für den Versorgungsausgleich wählen und auch sonstige dies ernsthaft in Erwägung ziehen.

Andere versicherungsförmige Anbieter zahlen für das gleiche Kapital nur weit geringere Renten. Besser fährt, wer eine höhere Leibrente bei z.B. Infrastruktur-Unternehmen, öffentlichen Körperschaften, Stiftungen oder auch von privaten und anderen Bauherren kauft, ggf. auch grundbuchlich oder durch Bankbürgschaft abgesichert.