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Politisch vorprogrammierter "Scherbenhaufen" Gesundheitswesen

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Presseinformation. Nr. 24 / 2014. Berlin / Augsburg, 29.10.2014. Bürger Initiative Gesundheit e.V. Freigegeben für DAS Netzwerk Dübbert & Partner

Gesundheitswesen, Qualität versus Wirtschaftlichkeit

Die Gesundheitspolitik der letzten Jahre hat nicht nur die Qualität der Versorgung negativ beeinflusst und die Wirtschaftlichkeit, was sich nun in der Ausweitung der Gefahren für die Bürger durch das falsche Kostenmanagement in stationären Einrichtungen deutlich aufzeigt.

Lesen Sie dazu die aktuelle Pressemitteilung der Bürger Initiative Gesundheit e.V.

Politisch vorprogrammierter "Scherbenhaufen" Gesundheitswesen

Mit meiner seit Jahrzehnten bestehenden Erfahrungen zu den Funktionen der stationären Einrichtungen in Deutschland muss ich zum Ausdruck bringen, dass der Hygieneskandal in den Städtischen Kliniken Mannheim politisch vorprogrammiert war.
In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich die Bundespolitik zusammen mit den Bundesländern aus der notwendigen Investitionsförderung für die Kliniken in Deutschland zurückgenommen, obwohl die Länder dazu gesetzlich sogar verpflichtet sind.

Die Kommunen ihrerseits verfügen nicht über die Finanz-mittel um dieses Manko auszugleichen.

Mit Druck und Zwang durch die politischen Mandatsträger und die Manager der "kranken Kassen"  wurde die Vergütungsform DRG = Diagnostik Related Groups als Fallpauschalen-Vergütung für die Kliniken eingeführt. Diese mit sehr hohem bürokratischem  Aufwand verbundenen Methoden reichen jedoch für die Deckung der Betriebskosten einer Klinik nicht aus, in deren Budget allein der Sektor "Personalkosten" mit rund 70% zu Buche schlägt. 

Der individuelle Aufwand für die ganzheitliche Versorgung / Behandlung / Betreuung eines Patienten wird durch die Fallpauschalen nur unzureichend vergütet. Dies führt zwangsläufig zu Verlusten bei ca. 50 % bei den deutschen Krankenhäusern.

Als Geschäftsführer oder als Manager einer Klinik

und zwar egal, ob mit kommunalem, freigemeinnützigem oder privatem Träger, müssen betriebs- wirtschaftliche Verluste vermieden werden. Die Folge ist ein auf Kostenminimierung ausgerichtetes Management  mit den damit verbundenen Einschränkungen für den Einsatz von qualifiziertem Personal, und Techniken sowie Produkten, die bewährt und gewartet sind. Dies führt zu einer Leistungsverdichtung für die noch im Einsatz gebliebenen Mitarbeiter aller Berufsgruppen und steigert die Risiken für die Bürger/Versicherten/Patienten.

Diese Tatbestände haben letztendlich dann auch zu staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen wegen Hygieneverstößen im Mannheimer-Uniklinikum geführt. Dabei sollen mehrere Patienten mit schweren Infektionen mit Staphylokokkus aureus geschädigt worden sein. Dies ist die Folge des Kostenwahnsinns im Gesundheitswesen.