Dübbert & Partner DAS NETZWERK, Versicherungsprüfung, Anlageprüfung, leistungsorientierte und beitragsoptimierte Tarife, das Auswerten des "Kleingedruckten" durch Fachmakler (biometrische Risiken), Fachanwälte (Bank- und Kapitalmarktrecht), gerichtlich zugelassene Rentenberater.

>Zum Datenschutz finden Sie die Ausführungen hier unter diesem Link<

Beiträge

Drucken

unmögliche Flucht vor steigenden Beiträgen PKV

Geschrieben von Dr. Fiala am . Veröffentlicht in Pressemappe

Bewertung:  / 20
SchwachSuper 

Altersvorsorge statt Altersarmut?

Um eine Altersvorsorge aufzubauen, insbesondere zum Bezahlen der PKV-Beiträge im Alter, braucht man keinen Zins, sondern aus ehrlicher Arbeit erworbenes Geld. Bei niedrigerem Zins muss man länger oder härter arbeiten oder einen größeren Anteil dafür zurücklegen. Null ist nur eine Zahl zwischen 10 und minus 10 aber keine absolute Grenze, die Altersvorsorge unmöglich macht.

Der Zins ist ein Maß dafür, wie der Wert von Geld heute zu dem morgen eingeschätzt wird.

Die Alten verarmen also, weil sie zu wenig vorsorgen, angeblich weil es sich nicht lohnt, vielleicht auch, weil sie zu aktiven Zeiten meinen, dass sie nichts übrig haben, um es zurückzulegen. Das ist natürlich nicht wahr, wenn man sieht, wie sie ihr Geld für nicht Überlebensnotwendiges verschwenden, um den Lebensstil der Nächst-Reicheren zu kopieren.

Wenn die Armen ihren Konsum einschränken müssen, ist es Pflicht der Reichen, in diese Lücke einzuspringen. Die armen Produzenten sollten sich freuen, wenn ihnen die Reichen ihre Produkte abkaufen, statt dass sie darauf sitzen bleiben oder als Steuerzahler für dem Ausland gegebene Kredite einspringen müssen, damit diese die überflüssig produzierten Waren abnehmen.

Altersversorgung auch ohne Zinseszins?

Geld ist zum Ausgeben da, nicht um es anzuhäufen. Angemessen etwas für das Alter zurückzulegen ist aber nicht zu beanstanden. Ausgeben für Konsum nützt allen, auch den Armen und bisher arbeitslosen. Geld anzuhäufen, um noch mehr zu haben, das man auch später nicht braucht, ist zu verwerfen. Dr. Abdul Azim Islahi, Professor für Ökonomie am Islamic Economics Institute an der King Abdulaziz University in Jeddah, schrieb in seiner Doktorarbeit zum Thema „Economic Concepts of Ibn Taimiyah“ auf Seite 118 (der revidierten Fassung der Islamic Foundation in Leicester) folgendes:

«Die Verpflichtung eines Mannes, SICH und seine unterhaltsberechtigten ANHEHÖRIGEN zu versorgen, erfordert u.a. weltliche Mittel, was ihren Erwerb zu einem (religiösen) Gebot werden lässt. Ibn Taimiyah stützt diese Ansicht, indem er einen der frühesten Fiqh-Gelehrten zitiert, nämlich (den Tabi’in) Sa’id bin al-Musayyib, der sagte, dass nichts Gutes an einer Person sei, die Reichtum verabscheut, wo doch eine Person damit in der Lage sei seinem HERRN zu dienen, seine Verbindlichkeiten zu begleichen, sich selbst zu beschützen und unabhängig von anderen zu bleiben.“»

Das Gedankenexperiment „Josephspfennig“ des Ökonomen Richard Price mit exponentieller Geldvermehrung durch den Zinseszins zeigt, dass ein positiver Zins auf Dauer absurd ist und der Minuszins eine vernünftige Lösung. Ggf. auch die Vermögenssteuer oder die Pflicht für Muslime, von größerem Geldvermögen 2,5 % im Jahr für die Armen zu geben. Gelegentliche Kriege, Erdbeben, auch die Pflicht zur Kopfjagd, kann bewirken, dass ein positiver Zins aufrechterhalten werden kann. Minuszinsen ermöglichen aber den Frieden Die im BGB seit dem Jahre 1900 festgeschriebene Verzinsung versuchte bereits 1919 der Ökonom Gottfried Feder als „Zinsknechtschaft“ abzuschaffen.