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unmögliche Flucht vor steigenden Beiträgen PKV

Geschrieben von Dr. Fiala am . Veröffentlicht in Pressemappe

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Aussterben des Geschäftsmodells der Lebensversicherung – auch bei Alterungsrückstellungen?

Die Versicherer können das Geld absehbar nicht mal gegen real positive Zinsen ausleihen, sondern legen es sozusagen in den Tresor. Sie müssen jedes Jahr Kassensturz machen und wenn sie von dem anvertrauten Geld etwas verloren haben, oder auch nur weniger als die 3 % im Mittel an Garantiezins verdient haben, dann müssen sie es mit ihrem eigenen Kapital ersetzen.

Die Versicherer müssen jedes Jahr prüfen, ob sie nicht vielleicht dem Kunden mehr schulden als sie noch haben. Eine Aktienkrise oder einen Sturz der Anleihepreise können sie nicht über Jahresende hinaus aussitzen, es sei denn, sie haben genug Eigenkapital. Der legale Bilanztrick über stille Lasten erwirtschaftete Verluste zu verstecken und auszusitzen kann diese Gefahr nicht beseitigen.

Also werden die Versicherer erzogen, sich so zu verhalten wie der unnütze Knecht mit den anvertrauten Talenten. Heutige Regularien sind schon noch zeitgemäß, wenn es um Garantien geht. Nur Garantien zu erwarten ist nicht zeitgemäß, wenn man dafür nach 30 Jahren Sparen die Beiträge und sonst nichts zurückbekommt. Für ein langfristiges Geschäft wie das Versicherungsgeschäft mit einem "Ausgleich in der Zeit" über Jahre passt kein jährlicher Kassensturz. Das ist wie wenn man dem Knecht sagt, er möge etwas riskieren und einen ordentlichen Ertrag bringen, aber in Aussicht stellt, dass man mit dem Säbel jeden Abend vorbeikommt um nachzuschauen, ob das Geld noch vollzählig da ist.

Für jemanden, der Rendite will, ist es völlig widersinnig, das Geld jemandem zu geben, der dafür garantieren soll. Zudem noch ständig, weil VN beim Lebensversicherer monatlich kommen können um den garantierten Rückkaufswert zu verlangen. Anders ist dies bei britischen Versicherern, wo es eine Garantie zum Ablauf in 30 Jahren gibt, aber dazwischen keine. Die gesetzliche Regulierung treibt mithin die PKV-Prämien nach oben und die Lebensversicherungsleistungen nach unten.