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unmögliche Flucht vor steigenden Beiträgen PKV

Geschrieben von Dr. Fiala am . Veröffentlicht in Pressemappe

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Niedrigzins trifft jüngere Versicherte stärker.

Bei den Älteren fallen indes über die Restlaufzeit bis Lebensende bei den Alterungsrückstellungen (AR) kaum mehr Zinsen an, so dass sich auch ein verminderter Rechnungszins nicht stark auswirkt. Die Auswirkung tritt eher in jungen Jahren am stärksten ein, weil ja dann über eine sogar noch weiter steigende AR der kalkulierte Zins auf Jahrzehnte fehlt, was durch höhere Beiträge ausgeglichen werden muss.

Die Ursache hoher Beitragsanpassungen liegt beispielsweise auch am Nachholbedarf, wenn Beiträge bis zu mehr als 5 Jahre lang nicht angepasst werden durften, und sich seitdem die Verhältnisse im Tarif stark geändert haben, bei allen Berechnungsgrundlagen. Wegen § 204 VVG kann sich ein Versicherer gegen tendenziell kränkere Wechsler aus höherwertigen Alttarifen leider auch nicht wehren.

Wenn dann durch kranke Wechsler das ehemals gesunde und damit relativ preiswerte Tarifkollektiv sich hin zu einem schlechteren Gesundheitszustand verschiebt, müssen stärkere Beitragsanpassungen folgen. Vorher einkalkulieren kann und darf man solche Effekte als VR nicht Gerade diese Wechsler sowie die lang Versicherten sind dann von den prozentual stärksten Anpassungen betroffen. Tausende Euros für einen Tarifwechsel-Makler, war dann später erkennbar eine Fehlinvestition gewesen.

PKV nur etwas für Wohlhabende?

Wer also wegen einer Beitragsanpassung jetzt 150 EUR mehr zahlen muss, sollte sich freuen, dass er bisher so billig weggekommen ist, weil andere jetzt zwar nicht so stark erhöht werden, aber nur, weil sie bisher schon so viel zahlten.

Privatversicherte sollten einen Teil des Geldes, das sie durch niedrigere Zinsen auf Darlehen für ihre Investitionen einsparen, oder durch Mieterhöhungen bei ihren Mietern und Gewinne an der Börse mehr einnehmen, für die Altersvorsorge zurücklegen. Die höheren  Beiträge der PKV sind dazu schon ein Teil, denn 50 - 70 Jährige können hier meist schon zwischen 60 und 100 TEUR AR angesammelt haben, künftig noch mehr.

Wer wirklich nicht mehr zahlen kann, geht in den Standardtarif mit Leistungen auf GKV-Niveau, und zahlt da im Schnitt noch 160 EUR. Und dann gibt es auch noch den Notlagentarif für nur rund 100 EUR monatlich, bei dem man die gleiche Leistung bei akuter Behandlung ganz ohne Selbstbeteiligung (SB) auch dann bekommt, wenn man gar nichts zahlt.