Dübbert & Partner DAS NETZWERK, Versicherungsprüfung, Anlageprüfung, leistungsorientierte und beitragsoptimierte Tarife, das Auswerten des "Kleingedruckten" durch Fachmakler (biometrische Risiken), Fachanwälte (Bank- und Kapitalmarktrecht), gerichtlich zugelassene Rentenberater.

>Zum Datenschutz finden Sie die Ausführungen hier unter diesem Link<

Beiträge

Drucken

unmögliche Flucht vor steigenden Beiträgen PKV

Geschrieben von Dr. Fiala am . Veröffentlicht in Pressemappe

Bewertung:  / 20
SchwachSuper 

Wer meint, dass ihm die EZB das Geld für Altersvorsorge über hohe Zinsen verschaffen müsse, sollte mal daran denken, ob er es nicht zur Abwechslung mal mit ehrlicher Arbeit versuchen könnte, sich für später etwas zurückzulegen. Bis zu weit mehr als 1.000 € Monatsbeitrag für die PKV sind im höheren Alter keine Seltenheit, wenn man bei den Leistungen nicht erheblich abspeckt oder lange Jahre in einem Beitragssicherungsplan für einen zusätzlichen Beitragsnachlass im Alter mehr Alterungsrückstellungen angespart hat.

Niemand wird gezwungen, in hochwertigen gegenüber der GKV leistungsstarken PKV-Tarifen zu verbleiben. Mancher Versicherungsnehmer (VN) lässt sich beispielsweise durch Streit über PKV-Kostenerstattungen motivieren zurück in die GKV zu wechseln. Alternativ kann auch eine PKV-Versicherung im Ausland in Frage kommen, sowie eine Mitgliedschaft in einer Kranken-Unterstützungskasse (UK). Neben einer UK oder einer GKV kann man einzelne Tarifbausteine seiner bisherigen PKV auch behalten oder Zusatzversicherungen abschließen. Häufig kann der Wechsel bei den Ausgaben entlasten – vielleicht nicht auf Dauer. Mancher Tarifwechsler bemerkt, dass sein neuer PKV-Tarif nach einigen Jahren teurer geworden ist als sein Alttarif.

Vorteile durch negative Zinsen?

Ein Überangebot auf den Kapitalmärkten, also Geld das angelegt werden soll, drückt den Zins nach unten – bis in den negativen Bereich. Damit sinkt kalkulatorisch der Zinsanteil bei den Produktpreisen Der durchschnittliche „Bodenanteil“ der Produktpreise ist – abgesehen von örtlichen Blasen – relativ stabil, denn es gab kaum erhöhte Nachfrage wegen der seit Jahrzehnten in etwa stabilen Reallöhne. Ein kreditfinanziertes Wirtschaftswachstum blieb dauerhaft aus, denn die Kapitaldienstfähigkeit der Haushalte hat durchschnittlich nicht zugenommen – und die Unternehmen besitzen häufiger Überkapazitäten und sind im Durchschnitt dank niedriger Steuern zu Netto-Sparern geworden.

Die Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie wird die Ausweitung von Immobiliendarlehen dämpfen. Es wäre eine EZB-Legende zu glauben, dass vermehrt Anleger in Aktien investieren um dortige Gewinne sodann zu konsumieren. Der Staat spart zunehmend bei den Zinsausgaben – eine Tilgung ist nicht vorgesehen; ein Potential für Steuerentlastungen. Wenn der risikolose Zins unserer Staatsanleihen bei null liegt, so bedeutet jeder positive Zins ein Risiko für den Anleger. Damit ist aber noch gar nicht ausgemacht, wann der Realzins nach Steuern positiv ist. Denn selbst bei 4% Zinsertrag könnten 1% Steuern und 3% Inflation abzuziehen sein.

Wäre eine Inflation gewünscht, und damit höhere Zinsen, müsste der Staat die Monstranz der selbstverordneten „schwarzen Null“ ablegen, und durch Fiskal- sowie Strukturpolitik ersetzen. So aber bleibt der Zins dauerhaft niedrig und die Altersversorgung kostet nominell ein Vielfaches an Sparleistung, eingeschlossen den Aufwand für die Alterungsrückstellungen in der PKV.