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Erbschaftssteuer

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Finanzen

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Erbschaftssteuer

Die Möglichkeiten der Verringerung zur Erbschaftssteuer durch Lebensversicherungen ist grundsätzlich möglich.

  • Die Versicherungsleistung, die an den VN selbst ausgezahlt wird, unterliegt nicht der Erbschaft-/Schenkungssteuer.
  • Die Versicherungsleistung aufgrund von Tod unterliegt grundsätzlich der Erbschaft / Schenkungssteuer.
  • Wurde kein Bezugsberechtigter benannt, so wird nach der gesetzlichen Erbfolge ausgezahlt.

Verbundene Leben, die Steuerpflicht kann man auch durch den Abschluss sogenannter verbundener Lebensversicherungen verringern. Dabei handelt es sich um Lebensversicherungen, die mehrere Personen, also z.B. die beiden Partner, auf den Tod des Erstversterbenden abschließen. Der Überlebende erhält dann die Versicherungssumme zur Hälfte in seiner Eigenschaft als Versicherungsnehmer.

Dieser Erwerb ist weder Erbschaft- noch einkommensteuerpflichtig. So wird erreicht, dass die Hälfte der Versicherungssumme steuerfrei vereinnahmt werden kann.

Hat in einem solchen Fall nur der Erblasser die Prämien gezahlt, unterliegen die in den letzten zehn Jahren gezahlten Prämien der Schenkungssteuer (s. 23). Allerdings geht die Finanzverwaltung bei verbundenen Lebensversicherungen im Zweifel davon aus, dass die Prämien anteilig aufgebracht worden sind (so jedenfalls bei Ehegatten). Deshalb muss der Begünstigte in der Regel nur für die Hälfte der in den letzten zehn Jahren gezahlten Prämien Schenkungsteuer zahlen.

Beispiel:

beide Ehepartner sind VN und versicherte Person; einer stirbt; der Überlebende erhält bei verbundene Leben auf Erstversterbensbasis: 100% Prozent der Versicherungsleistung 50% davon sind ErbSt-pflichtig, da kein Eigenanteil auf Letztversterbensbasis: den Vertrag, aber keine Versicherungsleistung 50 Prozent davon sind zu 2 / 3 ErbSt-pflichtig, da geerbt Überkreuz-Versicherungen Wenn nicht beide Partner zusammen, sondern nur der Partner, der begünstigt werden soll, als Versicherungsnehmer den Lebensversicherungsvertrag auf das Leben des zukünftigen Erblassers abschließt. Stirbt dieser, unterliegt die Versicherungssumme, die der Partner als Versicherungsnehmer erhält, weder der Erbschaft-, noch der Einkommensteuer. Der Begünstigte muss allenfalls für die in den letzten zehn Jahren gezahlten Prämien Schenkungsteuer zahlen, wenn er die Prämien nicht selbst gezahlt, sondern sie sich von dem Erblasser hat schenken lassen.

Beispiel: Vertrag 1, Vertrag 2

VN zahlt die Beiträge: Ehemann oder Ehefrau, versicherte Person: Ehefrau oder Ehemann
Bei Tod der versicherten Person:
1. die Versicherungsleistung geht (steuerfrei, da an VN zurück) an: Ehemann Ehefrau
2. der Überlebende erbt den anderen Vertrag, der mit 2 / 3 seines Zeitwertes
oder der enthaltenen Gesamtbeiträge
in den Nachlass fällt.

Bezugsrecht
Durch Einräumung eines Bezugsrechts ist Begünstigung von Angehörigen oder Lebenspartnern möglich, unabhängig davon ob sie Erbe werden oder nicht.

Die Versicherungsansprüche fallen nicht in den Nachlass sondern gehen direkt an den Begünstigten. Andere Erben haben keinen Anspruch auf die Versicherungsleistung.

Die Berechtigten müssen nicht auf den Erbschein warten. Begünstigte können, selbst wenn sie Erben sind, die Erbschaft ausschlagen und dennoch die Versicherungsleistung in Anspruch nehmen. Der Eintritt des Versicherungsfalls löst beim Bezugsberechtigten die Erbschaftsteuerpflicht aus.

Vorteile: Sichere Versorgung von Angehörigen, unabhängig von Erbstreitigkeiten > Sofortige Liquidität für Ausgleichsverpflichtungen (z.B. bei Pflichtteilsansprüchen, Zugewinnausgleichszahlungen, Abfindung von Erben etc.) > Finanzierung einer Erbschaft / Schenkungssteuerschuld. Beispiel: Eltern bei verbundene Leben auf Letztversterbensbasis beide sowohl VN als auch v.P. Bezugsrecht im Todesfall: gesetzliche Erben (= Kinder)
Die Versicherungsleistung geht unmittelbar an die Kinder, wird nicht Teil des Nachlasses. Gläubiger der Eltern haben keinen Zugriff darauf. notwendige steuerliche Grundkenntnisse
Die gesetzliche Erbfolge (§ 1924 BGB)
…wenn nichts anderes geregelt ist (Testament, Erbvertrag, Vermächtnis, Schenkung unter Auflage)

  • Erben I. Ordnung: Nachfahren des Verstorbenen ( Kinder, Enkel, Urenkel )
  • Erben II. Ordnung: Eltern des Verstorbenen sowie Geschwister, Nichten und Neffen
  • Erben III. Ordnung: Großeltern des Verstorbenen sowie Onkel, Tante, Cousins, Cousinen
  • Erben einer früheren Ordnung schließen alle Erben einer späteren Ordnung aus!

Was erbt der Ehepartner?

hängt von den Familienverhältnissen und dem Güterstand ab.

Familienverhältnis

  • neben Erben der I. Ordnung: Ehepartner erhält ¼

  • neben Erben der II. Ordnung: Ehepartner erhält ½

  • neben Erben der III. Ordnung: Ehepartner erhält min. ½

Güterstand

bei Zugewinngemeinschaft: zum gesetzlichen Erbteil noch ¼ des Nachlasses als pauschalen Zugewinnausgleich
Gütertrennung: Nachlass wird zwischen Ehepartner und Kindern aufgeteilt, jedoch mind. ¼ für den Ehepartner (z.B. bei 2 Kindern = Ehepartner sowie 2 Kinder je 1/3; bei 1 Kind = je ½)
Gegenstand der Besteuerung

§ 1 ErbStG Steuerpflichtige Vorgänge Der Erbschaftsteuer (Schenkungsteuer) unterliegen
der Erwerb von Todes wegen (§ 3 ErbStG)
die Schenkung unter Lebenden (§ 7 ErbStG)
Zweckzuwendungen (§ 8 ErbStG)

§ 2 ErbStG Persönliche Steuerpflicht
tritt dann ein, wenn der Erblasser, der Schenker oder der Erwerber zum Zeitpunkt des Erwerbs einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Inland hat (unbeschränkte Steuerpflicht)

§ 3 ErbStG Erwerb von Todes wegen
durch Erbfall, durch Vermächtnis
aufgrund des geltend gemachten Pflichtteils
aufgrund eines vom Erblasser geschlossenen Vertrages zugunsten Dritter
Ermittlung des Erbschaftssteuerwertes

Wert des erworbenen Vermögens nach Bewertungsgesetz

./. steuerfreier Erwerb z.B. bei Zugewinngemeinschaft oder Hausrat
./. Übernommene Nachlassverbindlichkeiten (Schulden, Kosten der Bestattung (10.300 Euro),Verbindlichkeiten aus Vermächtnissen, Auflagen oder geltenden Pflichtteilen)

Freibeträge

= Wert des erbschaftsteuerpflichtigen Erwerbs

Steuerklassen ( § 15 ErbStG ) ErbeSchenkung, Ehegatte, Eltern und Voreltern, alle übrigen Erwerber und die Zweckzuwendungen, Kinder und Stiefkinder, Geschwister, Abkömmlinge der Kinder und Stiefkinder, Abkömmlinge ersten Grades von Geschwistern, Eltern und Voreltern, Stiefeltern, Schwiegerkinder und Schwiegereltern, geschiedener Ehegatte, Steuerklasse I, Steuerklasse II, Steuerklasse III,  Steuersätze (bei Erbschaft und Schenkung) Wert des steuerpflichtigen Erwerbs bis: v.H.-Satz in der Steuerklasse: zu berücksichtigende Freibeträge Freibeträge (§ 16 ErbStG) für Erwerbe von Todes als auch für Schenkungen unter Lebenden 307.000 für den Ehegatten, 205.000 Euro für Kinder und Kinder verstorbener Kinder, 51.200 Euro für übrige Personen der Steuerklasse I, 10.300 Euro für Personen der Steuerklasse II und 5.200 Euro für Personen der Steuerklasse III.

Besonderer Versorgungsfreibetrag, § 17 ErbStG nur für Erwerbe von Todes wegen

  • 256.000 für den überlebenden Ehegatten
  • 52.000 für Kinder, bis zum Alter von 5 Jahren
  • 41.000 für Kinder, bis zum Alter von 10 Jahren
  • 30.700 für Kinder, bis zum Alter von 15 Jahren
  • 20.500 für Kinder, bis zum Alter von 20 Jahren
  • 10.300 für Kinder, bis zum Alter von 27 Jahren

Freibeträge können auf einen Zeitraum von 10 Jahres verteilt werden.

Nach Ablauf von 10 Jahren steht der Freibetrag erneut zur Verfügung.
Berücksichtigung früherer Erwerbe, § 14 ErbStG Mehrere Erwerbe innerhalb von 10 Jahren werden zusammengerechnet. Die durch jeden weiteren Erwerb veranlasste ErbSt darf nicht mehr betragen als 50% dieses Erwerbs. Fehler vermeiden ! Bezugsrecht einräumen, auch wenn der Begünstigte Alleinerbe ist! Bezugsrecht einräumen, damit die Todesfallleistung nicht in die Erbmasse fällt!
Der größte Fehler ist es, den Erbfall abzuwarten! Nicht vererben, sondern zu Lebzeiten schenken! Frühes Schenken bedeutet effektives (Ver-) Erben!

Freibeträge optimal nutzen!Erbengemeinschaften möglichst vermeiden!

Hemmschwellen für eine frühzeitige Vermögensübertragung erkennen und beseitigen!
Beim Einräumen des Bezugsrechts Angehörige bedenken, die nicht zum Kreis der Erben gehören!
Bestehen bereits Streitigkeiten in der Familie, ist es ratsam, auf eine vorzeitige Erbübertragung zu verzichten!

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