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Zahnarztbesuch wie eine Wurzelbehandlung

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Krankenversicherung

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Hat eine Patientin Recht auf Schadenersatz

wenn ihr Dentist ihre länger anhaltenden Schmerzen ignoriert? Ein Zahnarzt, der auf lang anhaltende Schmerzen einer Patientin nicht angemessen reagiert, ist zum Schadenersatz und zur Zahlung eines Schmerzensgeldes verpflichtet. Das hat das Oberlandesgericht Köln mit Urteil vom 1. März 2007 (Az.: 5 U 148/04) entschieden.

Entzündete Zähne

Die Klägerin suchte ihren Zahnarzt im Herbst 2001 wegen Zahnschmerzen auf. Dieser führte eine Wurzelbehandlung an zwei Zähnen durch und erneuerte bei dieser Gelegenheit die Keramikfüllungen.

Nachdem die Frau weiter unter Schmerzen litt, suchte sie den Arzt an drei Terminen im Januar erneut auf, ohne dass ihr wirklich geholfen wurde. Der Zahnarzt sprach von Übergangs - und Anpassungsschmerzen und ließ sich letztlich zu der allerdings unbewiesenen Bemerkung hinreißen, dass sich die Patientin nicht so anstellen solle.

Die Frau konsultierte daraufhin einen anderen Zahnarzt. Dieser stellte nach einer Röntgenuntersuchung fest, dass die zwei von seinem Kollegen behandelten Zähne entzündet waren und entfernt werden mussten. Die Zahnlücken versorgte der neue Behandler mit Implantaten.

Unangemessene Reaktion

Die Patientin nahm die Sache zum Anlass, den erstbehandelnden Zahnarzt auf Schadenersatz und Schmerzensgeld zu verklagen mit Erfolg.

Ein vom Gericht hinzugezogener Sachverständiger konnte zwar keinen Fehler bei der Wurzelbehandlung und der Erneuerung der Keramikfüllungen feststellen. Nach Auffassung des Gutachters hatte der Arzt aber nicht angemessen auf die anhaltenden Schmerzen der Klägerin reagiert.

Denn erfahrungsgemäß würden Schmerzen nach einer Wurzelbehandlung innerhalb von vier Tagen abklingen. Daher hätte der Beklagte unmöglich von Anpassungsschmerzen ausgehen dürfen. Er wäre vielmehr dazu verpflichtet gewesen, neben einem Klopf- und Vitalitätstest auch eine Röntgenkontrolle durchzuführen.

Grober Behandlungsfehler

Das aber hatte der Zahnarzt unterlassen. Wegen dieses groben Behandlungsfehlers ging das Gericht von einer Umkehr der Beweislast aus und lastete dem Behandler an, für den Verlust der beiden Zähne seiner Patientin verantwortlich zu sein.

Der Arzt wurde dazu verurteilt, der Klägerin die Kosten für die Implantate in Höhe von 5.500 Euro zu erstatten sowie ihr ein Schmerzensgeld in Höhe von 1.500 Euro zu zahlen. Sollten weitere Behandlungen erforderlich werden, so muss der Beklagte auch diese Kosten übernehmen.

Eine Revision gegen die Entscheidung ließ das Gericht nicht zu.

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