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Finanzielle Frühwarnsysteme für Ihre Firma

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Finanzen

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Frühwarnsystem:

Wie Sie Ihr Unternehmen vor der Krise schützen

Jedes Jahr geraten fast 30.000 vorwiegend kleine und mittelständische Unternehmen in die Insolvenz - angesichts der Wirtschafts- und Finanzkrise wird diese Zahl sicherlich noch steigen. Zahlreiche Unternehmenszusammenbrüche wären vermeidbar, wenn Krisenanzeichen rechtzeitig erkannt worden wären. Ein Frühwarnsystem hilft Ihnen Krisenanzeichen zu erkennen und die entsprechenden Gegenmaßnahmen rechtzeitig einzuleiten.

Krisen entwickeln sich in der Regel über einen längeren Zeitraum. Es ist wie bei Erkrankungen beim Menschen: Der Körper verfügt über ein eigenes Frühwarnsystem. Werden diese Warnungen "erhört" und bereits im Frühstadium mit geeigneten Therapien behandelt, sind Krankheiten bald vergessen. Bleiben sie jedoch unerkannt oder werden verschleppt, führen mitunter auch leichte Probleme zu schwerwiegenden Komplikationen. Auf Unternehmen übertragen: Gibt es kein entsprechendes Frühwarnsystem, kann dies in einer Unternehmenskrise enden.

Führen Sie eine GmbH, brauchen Sie nicht nur aus unternehmerischen Überlegungen ein Frühwarnsystem. Nach dem ,,Gesetz über Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich" (KonTraG) sind Sie verpflichtet, in Ihrer GmbH ein Überwachungssystem einzuführen zur Früherkennung und Abwehr von Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Können Sie für Ihre GmbH keine Maßnahmen zur Krisenprävention bzw. ein entsprechendes Frühwarnsystem vorweisen, können Sie als GmbH-Geschäftsführer haftbar gemacht werden.

Wie sich Krisen in einem Frühwarnsystem bemerkbar machen

Sie müssen sich darüber im Klaren sein, dass in Ihrem und um Ihr Unternehmen herum viele Störfaktoren bereits vorhanden sind - selbst wenn die Ihr Betriebsergebnis (noch) nicht beeinflussen. Diese Störfaktoren müssen Sie nicht nur rechtzeitig erkennen, sondern auch richtig deuten und entsprechend darauf reagieren.

Die große Herausforderung für ein Frühwarnsystem besteht also darin, Krisen zu erkennen, bevor sie tatsächlich eintreten. Je früher die Krise entdeckt wird, desto mehr Optionen zur Krisenbekämpfung haben Sie

Der zeitliche Ablauf einer Krise lässt sich in 3 Phasen gliedern:

1. Strategische Krise

2. Erfolgs-/Ertragskrise

3. Existenzbedrohende Krise

Basis eines Frühwarnsystems

Basis eines Frühwarnsystems ist eine detaillierte kurz- und mittelfristige Unternehmensplanung. Dazu gehört beispielsweise, dass Sie eindeutige Ziele definieren, die Sie innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens erreichen wollen, z.B. auf welchen Märkten Sie vertreten sein wollen. Diese Ziele sind in Zahlen zu fassen, einmal grob für die kommenden 4 Geschäftsjahre, zum anderen detailliert für die kommenden 12 Monate, als Ertrags-, Investitions- und Liquiditätsplan. Entwicklungen, die Ihre Ziele gefährden könnten, sind dann für Sie leicht im Wege des Soll-Ist-Vergleichs als aufziehende Krisen erkennbar, sodass Sie noch rechtzeitig gegensteuern können.

Frühwarnsystem: Strategischen Krisen vorbeugen

Erster Schritt der Krisenfrüherkennung ist das Sammeln von Informationen im Umfeld und in Ihrem Unternehmen. Dazu zählen Prognosen, z.B. zum Wirtschaftswachstum, zur Nachfrage nach bestimmten Produkten, zur Bevölkerungsentwicklung etc. Noch wichtiger sind Informationen, die sich nicht in Zahlen fassen lassen, z.B. über neue Gesetze, neue technische Entwicklungen, sich verändernde Kundenwünsche, Gerüchte etc., aber auch Entwicklungen in Ihrem Unternehmen wie Mobbing unter den Mitarbeitern oder Beschwerden über die Arbeitsbedingungen. Ihre Aufgabe als Unternehmer ist es diese Signale wahrzunehmen, zu interpretieren und daraus Ihre Schlüsse zu ziehen.

Frühwarnsystem: Erfolgs-/Ertragskrisen begegnen

Warnsignale, nach denen Sie sich bereits in der 2. Krisenphase befinden, erhalten Sie mithilfe von Controlling-Instrumenten, die fester Bestandteil eines Frühwarnsystems sein sollten. Mindestens einmal pro Quartal, besser noch monatlich, sollten Sie Ihren Erfolg überprüfen:

* Analyse der Betriebszahlen/betriebswirtschaftlichen Auswertungen (BWAs)

* Cashflow-Betrachtung

* Prüfung der Entwicklung des Auftragsbestands

* Aktualisierung und Fortschreibung des Ertrags-, Investitions- und Liquiditätsplans.

In Verbindung mit den Informationen aus der strategischen Frühwarnung haben Sie dann eine breite Daten- und Faktenbasis für Ihre Entscheidungen darüber, mit welchen Maßnahmen Sie eine aufziehende Krise zurückdrängen können.

Frühwarnsystem: Richtig handeln bei einer existenzbedrohenden Krise

Ist die Krise bereits existenzbedrohend ist schnelles und richtiges Handeln entscheidend. Die IHKs und HwKs bieten in Kooperation mit der KfW-Mittelstandsbank als spezielle Dienstleistung das Projekt "Runder Tisch" an. Dabei kommen alle "Akteure", die maßgeblichen Einfluss auf das Fortbestehen Ihres Betriebs haben zusammen: Sie selbst, Banken, Finanzamt, Krankenkassen, Landesversicherungsanstalt, ggf. weitere Behörden, Amtsgericht und IHK/HwK. Ziel des "runden Tisch" ist es Wege aus der Krise und konkrete Maßnahmen zur Stabilisierung Ihres Unternehmens zu erarbeiten.

Hier bekommen Sie Unterstützung in der Krise

Mitarbeiter

Binden Sie Ihre Mitarbeiter ein. Pflegen Sie in Ihrem Unternehmen eine Risikokultur. Schaffen Sie bei jedem einzelnen Mitarbeiter ein Risiko-Bewusstsein. Nur so können die Instrumente einer Krisenbewältigung ihre Wirksamkeit entfalten.

Netzwerker

Schaffen Sie sich ein Informationsnetzwerk. Besuchen Sie z. B. Unternehmerstammtische in Ihrer Region, um Wettbewerber zu treffen und sich mit ihnen auszutauschen. Unerlässlich sind zudem aktuelle Informationen aus Fachzeitschriften.

Steuerberater

Der wichtigste Helfer ist in aller Regel ein guter Steuerberater, der auch betriebswirtschaftliches Wissen hat. Mit ihm sollten Sie Ihre Unternehmenszahlen regelmäßig durchsprechen. Anhand seiner Erfahrungen kann er auffällige Veränderungen der finanziellen und wirtschaftlichen Situation erkennen und Sie vor Fehlentwicklungen warnen.

Hausbank

Auch Banken-Ratings decken Schwächen Ihres Unternehmens gerade im strategischen Bereich auf. Sprechen Sie mit Ihrer Hausbank, diese verfügt über die notwendige Erfahrung sowie die Mittel, mit Rat und Tat steuernd einzugreifen. Autor: Patrik Berend

"Mit freundlicher Genehmigung: Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, www.vnr.de"

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