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Hausarzt, Primärarzt oder freie Arztwahl?

Geschrieben von Frank Dietrich am . Veröffentlicht in Krankenversicherung

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Das Primärarztmodell ist dem Hausarztmodell sehr ähnlich

Verzichtet aber auf die konkrete  namentliche Nennung des Erstbehandlers. Ein Arzt der Allgemeinmedizin ist hier zu konsultieren. Dieser kann von Person her variieren, ist aber dennoch, bis auf die Namensnennung, dieselbe Definition.
Es können auch neben dem zu führenden Nachweis der regionalen Behandlung weitere Nachweispflichten aus den Bestimmungen resultieren ...

Für ambulante Operationen gilt die Erstattung wie bei der Behandlung durch einen Primärarzt (100% nach den Ziffern 1.1 und 1.2). Gleiches gilt für die Erstversorgung, wenn in einem akuten Notfall kein Primärarzt zu erreichen ist.
Wer weist wie die Nicht- Erreichbarkeit des Primärarztes nach? Natürlich hat der Versicherte Diese Pflicht. Wie Diese zu führen ist? Das wäre eine Frage an den Vermittler.

Hier ein signifikantes Urteil zum EL Tarif (ein Tarif seiner Versicherers) vom 18 Februar 2009 (BGH)

Die Erstbehandlermodell

wurden in der Absicht konzipiert, dass Kosten gesenkt werden können, da der Hausarzt oder Primärarzt oftmals günstiger behandelt als der Facharzt und ein Großteil an Erkrankung selbst, also ohne  weitere Kosten, therapieren kann.

Sofern eine dortige Therapie nicht möglich ist, soll er die Funktion eine Lotsen übernehmen, den entsprechenden Behandler zu finden. Dies hat sich in der Praxis eher als eine Fehleinschätzung herausgestellt. Die auf diesem Gebiet Daten auswertende Schweiz hat über 20 Jahre Beobachtungen angestellt und war nicht in der Lage, geringe Kosten durch dieses Verhalten in den Tarifen einwandfrei zu belegen.

Was bleibt sind Risiken für den Kunden, die er bei der in Tarifen mit freier Arztwahl so nicht haben würde. Der Vorteil einer gesicherten Bezahlbarkeit im Alter ist damit vom Tisch.

Die Lebensqualität der Patienten

in hausarztzentrierter Versorgung ist nicht besser als die derjenigen mit freier Arztwahl, so das Statement der Schweizer.
Sofern Sie ein solches Modell wählten, sollten Sie sich darüber informieren,  wie der Haus- oder Primärarzt bei Reisen im Ausland definiert ist. Was gilt im Ausland und sind Sie in der Lage, bei Krankheit  oder Unfall einen Behandler vom Andern zu unterscheiden?

Nicht immer spricht man die Landessprache oder ist in der Lage, länger zu suchen, um den „richtigen“ Behandler zu finden. Auch ist der Notfall zu bedenken. Wer den Notarzt benötigt oder von diesem behandelt wird, sofern Helfer diesen riefen, „sollte sicher gehen“, dass dieser Arzt mit versichert ist. Leider ist das nicht bei alten Tarifen die Regel und es drohen lebenslange Nachteile.

Bei der Gesundheit sollte man nicht versuchen, ungeprüft der gesuchten Absicherung, zu sparen. Ein solider Kranken-Versicherungsschutz, umfassend und klar formuliert, gehört zu den wichtigsten Absicherungen, die ein Mensch sorgsam zu wählen hat.

Gespart würde nur bei Leistungsfreiheit, nicht unbedingt bei einer Erkrankung / Unfall. Die oft so überaus günstigen Angebote werden dann sehr schnell unbezahlbar. Werden wir nicht alle misstrauische oder mindestens nachdenklich, wird uns doch ein Gut weit günstiger angeboten, als sonst üblich. Diese Misstrauen ist hier berechtigt, denn die Kosten der Behandlungen sind für jeden gleich.

Autor: Frank Dietrich, PremiumCircle Berlin