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Kammerberufe: PKV, GKV

Geschrieben von Dr. Fiala am . Veröffentlicht in Versicherungen

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Autoren: PM Dr. Johannes Fiala / Dipl.-Math. Peter A. Schramm

Fehlberatung in der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung *

Risiken für Ärzte, Notare, Apotheker, Steuerberater, Anwälte, Zahnärzte, Architekten, Wirtschaftsprüfer.

Siehe auch: Bis zu mehr als 50% weniger Altersversorgung für Kammerberufler

Aussicht auf im Alter stark steigende private Krankenversicherungsbeiträge (PKV)

Typische ehemalige Selbständige beklagen seit Jahren, dass die Kosten der privaten Krankenversicherung bereits nahezu den größten Teil ihrer Renteneinkünfte oder gar mehr als diese verbraucht. Dabei sind überproportionale Beitragserhöhungen im Alter nach der Kalkulationsverordnung gesetzlich nahezu zwangsläufig vorgegeben.

Prämiensteigerungen in Höhe von bis zu deutlich mehr als 7,5% im jährlichen Durchschnitt sind nicht unrealistisch. Die seit Jahren politisch gewollten niedrigen Zinsen auf den Kapitalmärkten tragen mit zur Verteuerung der PKV-Prämien bei.

Die von Vermittlern gerne angeführte Option im Alter in den günstigen sogenannten Standardtarif der privaten Krankenversicherung zu wechseln erweist sich praktisch als Fehlberatung, denn es gibt kaum Ärzte die bereit sind zu den dann noch gebotenen Honoraren – oft unterhalb jener der gesetzlichen Krankenversicherungen – Patienten zu behandeln.

Ohne gesetzliche Rente keine Krankenversicherung der Rentner (KVdR)

Für Selbständige, insbesondere Kammerberufler, auch bei einem Minijob, selbst bei Bezug einer Teilrente, besteht regelmäßig die Möglichkeit sich freiwillig bei der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV) zu versichern. Es kann bereits aus Gründen der Risikostreuung geboten sein, auch eine gesetzliche Rente (GRV) sicherzustellen. Besteht jedoch kein Anspruch auf gesetzliche Rente, kann auch keine Pflichtversicherung in der KVdR eintreten, denn dies ist eine reine Veranstaltung der DRV. Landläufig werden Kammerberufler jedoch dahingehend beraten, dass allein das mit Kapitaldeckung arbeitende System privater Krankenversicherung sowie über Versorgungskammern „das Gelbe vom Ei“ sei.

Keine Gleichstellung der Versorgungswerke mit der Deutschen Rentenversicherung

Dass beispielsweise auch die berufsständischen Versorgungswerke nicht gleichbehandelt werden und nicht zur KVdR berechtigen, wurde zuletzt durch Beschluss des Bundesverfassungsgericht (BVerfG) vom 15.03.2000 (Az. 1 BvL 19/96 u. a.) mit Folgewirkung ab 01.04.2002 bestätigt. Alle dort beurteilten Sachverhalte hatten eins gemeinsam:

Nur eine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung ist Grundlage für die Beurteilung der Vorversicherungszeit und damit für den Zugang zur Pflichtversicherung in der KVdR. So regelt es auch § 5 SGB V, Abs. 1, Ziff. 12 "Versicherungspflichtig sind, Personen, die die Voraussetzungen für den Anspruch auf eine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung erfüllen und diese Rente beantragt haben, (...)"