Dübbert & Partner DAS NETZWERK, Versicherungsprüfung, Anlageprüfung, leistungsorientierte und beitragsoptimierte Tarife, das Auswerten des "Kleingedruckten" durch Fachmakler (biometrische Risiken), Fachanwälte (Bank- und Kapitalmarktrecht), gerichtlich zugelassene Rentenberater.

>Zum Datenschutz finden Sie die Ausführungen hier unter diesem Link<

Beiträge

Drucken

Von Bismarck bis heute, die Rente

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Vorsorge

Bewertung:  / 2
SchwachSuper 
  • 1957

  • Konrad Adenauer, erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, stellt die Rentenfinanzierung um und ändert die Finanzierung. Bis zu der Umstellung von Adenauer, bestimmte das angesparte, eingezahlte Kapital jedes Einzelnen die Rentenhöhe.
  • Jetzt taucht erstmalig das Wort "Umlageverfahren" auf. Jetzt bezahlen die Arbeitgeber und die Arbeitnehmer die Rentenbezüge. Ab jetzt bestimmt der Bundestag die Rentenhöhen.
  • Dafür werden Arbeiter und Angestellte der Rente gleich gestellt, auch wenn die Rentenkassen noch immer für Arbeiter und Angestellte existiert.
  • Siehe auch: Entnahme für "versicherungsfremde Leistungen" aus den Rentenkassen.
  • 1972

  • Durch das Rentenreformgesetz bekommen nun auch Selbständige und Hausfrauen einen Anspruch auf eine Altersrente. Hatten sich Frauen bei Heirat oftmals ihre Rente auszahlen lassen, in der Annahme das sie nicht wieder rentenpflichtig arbeiten würden, so konnten sie jetzt, genau wie Selbständige mit großzügigen Nachtzahlungen von "Beiträgen" erneut Rentenansprüche erwerben.
  • Langjährig Versicherte und Frauen konnten mit 63 Jahren in Rente gehen und Schwer-Behinderte bereits mit 60 Jahren. Das hat sich nun auch geändert. Rente mit 67 für Alle.
  • 1986

  • Das Schlagwort des Jahres 1986 war der berühmt berüchtigte Satz von Bundesarbeitsminister Norbert Blüm "DIE RENTE IST SICHER". Heute 2009 / 2013 würden wir sagen; stimmt, nur die Rentenhöhe nicht. Im gleichen Jahr wurde die Hinterbliebenenrente für Männer und für Frauen gleichgestellt.
  • Erstmalig gab es in der Rentengeschichte eine Witwer-Rente.
  • 1992

  • Die zweite Rentenkrise zeichnet sich ab. Die jetzt ausgezahlten Renten beziehen sich nicht mehr auf das "letzte" Bruttogehalt sondern auf das Nettogehalt. Die Renten sinken. Dazu kommt die Wiedervereinigung, die das Rentensystem zusätzlich belastet. Das Renteneintrittsalter steigt wieder auf 65 (heute 67) Jahre und wer früher in Rente gehen will, den ereilt ein Rentenabschlag von 3,6 Prozent pro Jahr (0,3 Prozent im Monat) und das lebenslänglich.
  • 1995

  • jetzt wurde die Gesetzlich Pflegeversicherung, nur stationäre Pflege eingeführt. Im laufe der Jahre wurde die Pflegeversicherung ergänzt durch die häusliche Pflege und die Einbeziehung der Demenzkranken. 4 Pflegestufen, von Null bis 3 sind für die jeweilige Zahlung abhängig. Der MDK, medizinische Dienst der Krankenkassen entscheidet, ist der Oberhüter der Einstufung in die Pflegestufen und das Maas aller Dinge.
  • 2001

  • Mit Arbeitsminister Walter Riester kommt die nach ihm benannte Riester-Rente. Eingefädelt wurde das Ganze durch die erneute Rentenabsenkung. Mit der Riesterrente wird die private Altersvorsorge gesponsert. Steuervorteile und Zulagen sind das Zuckerchen dieser Anlage. Ob das alles so sinnvoll ist? Die Riester Rente ist Kapital gedeckt (pfändbar) und nicht Umlagen finanziert.
  • 2002

  • In diesem Jahr hat der Arbeitnehmer erstmals einen Rechtsanspruch auf die betriebliche Altersvorsorge (bAV). Das bedeutet, der Arbeitgeber muss ein "Etwas" anbieten. 5 Durchführungswege stehen zur Verfügung. Die üblichste Form der betriebliche Altersvorsorge ist die Entgeltumwandlung, welche vom Arbeitnehmer meistens alleine finanziert wird.
  • Dem Arbeitgeber bleibt es überlassen ob er was dazu gibt. Der Arbeitgeber bestimmt den Durchführungsweg und das Unternehmen welches die bAV installiert. Gefördert wird die bAV durch die Beitragsfreiheit der Sozialversicherungsbeiträge in der Ansparphase. Keine Abzüge vom Brutto für die Steuer, Sozialversicherung, Soli und Kirchensteuer. Was folgt ist die "Nachgelagerte Besteuerung" im Rentenbezug.